Partylaune hielt 170 Einsatzkräfte auf Trab


Augsburg (BRK) – Nach Abschluss des Stadtfestes „max10“ zieht die Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen unter Führung des BRK Augsburg-Stadt, eine positive Bilanz der sanitätsdienstlichen Betreuung.

Der letzte Veranstaltungstag war mit ungefähr 85.000 Besuchern zwar stark besucht und die Witterungsverhältnisse mit drückender Schwüle für den Kreislauf belastend, allerdings mussten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte am letzten Veranstaltungstag glücklicherweise nur ungefähr 50 Personen versorgen, zehn Festbesucher mussten zur weiteren Abklärung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden, alle weiteren Patienten konnten vor Ort durch Sanitätskräfte und Ärzte behandelt werden. Zusätzlich wurden unzählige kleinere Hilfeleistungen durch die Sanitätsstreifen geleistet.

Das Glasverbot, die Abweisung von sichtlich alkoholisierten Personen an den Einlasskontrollen und ein bewährtes Sicherheitskonzept haben hierzu beigetragen.

Größere Verletzungen wurden in der Unfallhilfsstelle im Innenhof der Hallschule behandelt. Am Samstag kam es gegen 23.00 Uhr zu einem massiven Einstieg der Einsätze, worauf der Sanitätsdienst mit einer ehrenamtlichen Schnelleinsatzgruppe aufgestockt werden musste und am Moritzplatz ein zusätzliches Sanitätszelt eingerichtet wurde, um diese Einsatzspitzen abzufangen.

Die hohe Anzahl junger Menschen mit Alkoholvergiftungen war jedoch auffällig: „Man muss betonen, dass es sich bei max um ein äußerst kultiviertes und friedliches Fest handelt. Wenn aber gleich mehrmals Jugendliche weit unter 18 Jahren aufgrund ihres hohen Alkoholpegels notärztlich versorgt werden müssen, dann macht uns das schon Sorgen.“ betonte Einsatzleiter Manuel Holder am frühen Sonntagmorgen.

Insgesamt haben an drei Einsatztagen knapp 170 Einsatzkräfte sowie mehrere Ärzte insgesamt über 1.500 Einsatzstunden für eine reibungslose Versorgung der Festbesucher gesorgt. Der gemeinsame Sanitätsdienst der Hilfsorganisationen hatte in diesem Jahr insgesamt 80 Versorgungen zu leisten. 14 Patienten mussten in die umliegenden Kliniken gebracht werden. Insgesamt ist die Zahl der Einsätze um rund ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Allerdings waren die Fälle in diesem Jahr oft lebensgefährlich oder überwachungspflichtig. So gesehen ist der Arbeitsaufwand für die Einsatzkräfte sicherlich nicht gesunken.

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