Österreich bekommt die Rettungsgasse


Wien (ÖRK) – Die Forderung, auch in Österreich möge das Bilden einer Rettungsgasse vorgeschrieben werden, damit Rettungsfahrzeuge schneller die Unfallstellen erreichen können, wurde vom österreichischen Gesetzgeber nun erhört.

„Das Rote Kreuz forderte viele Jahre die Einführung der Rettungsgasse, nun wird sie in wenigen Wochen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen Realität“, zeigt sich Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes erfreut. „Erfahrungen aus Deutschland zeigen, dass die Rettungsgasse bis zu vier Minuten Zeitersparnis bringt. Wir wissen, dass die Überlebenschancen von Schwerverletzten mit jeder Minute bis zum Eintreffen von professionellen Helfern sinken. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wenn unsere Notärzte und Sanitäter vier Minuten früher an der Unfallstelle sind, können mehr Menschen überleben und viel menschliches Leid verhindert werden. Das Österreichische Rote Kreuz begrüßt es daher sehr, dass der Gesetzgeber nun mit der Einführung der Rettungsgasse die Voraussetzungen für die noch schnellere und effizientere Versorgung von Unfallopfern schafft. Ich bedanke mich auch bei den Feuerwehren und den Autofahrerclubs. Wir haben gemeinsam die Rettungsgasse gefordert, jetzt wird sie umgesetzt.“

Rettungsgassen sind ab 1. Januar 2012 bei Staubildung Pflicht auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen. Alle Informationen zur Bildung sowie zur Nutzung der Rettungsgasse durch Einsatzfahrzeuge, Fahrzeuge des Straßendienstes oder vom Pannendienst findet man unter www.rettungsgasse.com.

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