Onlineportal Helfen-kann-jeder gestartet


helfenkannjederKarlsruhe (rd.de) – Im Rahmen der Messe Florian wurde das Ehrenamtsportal „Helfen kann jeder“ vorgestellt. Bislang auf Karlsruhe beschränkt, soll diese Datenbank mittelfristig in ganz Baden-Württemberg dafür sorgen, Interessierte zu einem geeigneten Wirkungsort für ehrenamtliche Tätigkeiten in der Gefahrenabwehr zu führen.

„Die beste Ausstattung und Organisation nützt nichts ohne Menschen, die sich ehrenamtlich in der Feuerwehr oder den anderen Hilfsorganisationen engagieren“, betonte Reinhold Gall, Innenminister des Landes Baden-Württemberg. Das Land hat den Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe und das THW bei der Umsetzung des Onlineportals unterstützt. Dabei geht es dem Land darum, den hohen Grad bürgerschaftlichen Engagements trotz der problematischen demografischen Entwicklung und dem Wegfall der Wehrpflicht für die Zukunft zu erhalten.

„Das Ehrenamt ist und bleibt eine unersetzliche Säule für Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Rettungsdienste. Deshalb sind neue Wege notwendig, um motivierte Helfer zu gewinnen. Die Karlsruher Hilfsorganisationen haben das erkannt und unter Federführung des Stadtfeuerwehrverbandes und des THW mit der Internetplattform „Helfen kann jeder“ ein innovatives Konzept entwickelt. Es freut mich, dass dieses zukunftsweisende Projekt hier bei der Messe der Öffentlichkeit vorgestellt wird“, sagte Gall.

In Zeiten des Wettbewerbs der Organisationen untereinander ist bemerkenswert, dass sich alle Hilfs- und Zivilschutzorganisationen für das Projekt „Helfen kann jeder“ an einen Tisch gesetzt haben. In Karlsruhe weisen der Arbeiter-Samariter-Bund, die Bergwacht, die Deutsche-Lebensrettungs-Gesellschaft, das Deutsche Rotes Kreuz, die Johanniter-Unfallhilfe, der Malteser Hilfsdienst, der Stadtfeuerwehrverband und das Technisches Hilfswerk auf ihre Betätigungsfelder für ehrenamtliche Arbeit hin.

Innenminister Gall musste nicht lange gebeten werden, die Schirmherrschaft für das Projekt zu übernehmen. Seit Jahren gehört Gall der Freiwilligen Feuerwehr Obersulm an. Er ist Vorsitzender des Feuerwehrverbands und Zugführer. Wenn er bei einem Alarm zuhause sei, rücke er mit aus, betont Gall in seinem Grußwort. Gehe es um Menschenleben, werde ein Atemschutzgeräteträger oder ein Mann am C-Rohr gebracht, „dann bin ich mir auch als Innenminister für nichts zu schade“.

Mehr hierzu: www.helfenkannjeder.de

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