Odenwaldkreis stellt seinen Ärztlichen Leiter ein


Landrat Dietrich Kübler übergibt Dr. Bernhard Krakowka seinen Arbeitsvertrag: Anstellung statt Ehrenamt

Erbach (pm) – Bereits im Juli 2003 wurde Dr. Bernhard Krakowka zum Ärztlichen Leiter Rettungsdienst für den Odenwaldkreis berufen. Wegen der gestiegenen Aufgaben löst der Kreis den Rettungsmediziner aus dem Ehrenamt und stellt ihn hauptamtlich ein.

Das Aufgabenfeld wurde nämlich immer vielfältiger, so dass es mit ehrenamtlicher Arbeit nicht mehr abzudecken war. Deshalb wurde der Mediziner zum Anfang September als hauptamtlicher Ärztlicher Leiter Rettungsdienst mit einer 30-Prozent-Stelle beim Kreis angestellt. Darüber hinaus wird er nach wie vor beim Gesundheitszentrum tätig sein – mit gleicher Stellung, aber geringerer Arbeitszeit.

In seiner Stellung als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst obliegt ihm die medizinische Leitungsverantwortung. Er ist in alle systemrelevanten Entscheidungen seines Rettungsdienstbereiches einzubinden. Dies umfasst die medizinische Fachaufsicht über alle aktiv am Rettungsdienst beteiligten Leistungserbringer wie Notärzte, Rettungsdienstpersonal, Leitende Notärzte, die Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und die Mitarbeiter der Zentralen Leitstelle.

Im Rahmen seiner Befugnisse legt der Ärztliche Leiter Rettungsdienst unter anderem die medizinisch-technische und medikamentöse Ausstattung der Einsatzfahrzeuge im Rettungsdienst sowie im Katastrophenschutz unter Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Vorgaben fest. Er gibt die Inhalte und die Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für Notärzte, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter sowie Anregungen zur Optimierung der Leitstellenausbildung entsprechend dem Hessischen Rettungsdienstgesetz vor.

Zu den maßgeblichen Aufgaben gehören zudem die jährliche Zertifizierung von Rettungsassistenten für so genannte erweiterten Versorgungsmaßnahmen, die Erarbeitung medizinischer Versorgungskonzepte und Zuweisungsstrategien für Patienten mit Herzinfarkt, Schlaganfall oder schweren Verletzungen sowie die Entwicklung von Konzepten für Großschadenslagen und Großveranstaltungen.

Die Einsatzdokumentation und Einsatzauswertung, die Planung und Durchführung von Übungen, die Mitarbeit in hessen- und bundesweiten Gremien, das Beschwerdemanagement, verschiedene Planungsverfahren, die Verbesserung der Zusammenarbeit mit für den Rettungsdienst wichtigen Schnittstellen wie Krankenhäusern, Haus- und Fachärzten, Feuerwehr, Polizei und dem Kriseninterventionsdienst sowie die Öffentlichkeitsarbeit runden das Aufgabenspektrum des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst ab.

(Quelle: Pressedienst Odenwaldkreis)

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