Nur sechs Stunden zwischen Übung und Realeinsatz


Laatzen (DRK) – Die Feuerwehr Schulenburg übte gemeinsam mit dem DRK Laatzen die technische Rettung und medizinische Versorgung von Verkehrsunfallopfern. Wenige Stunden später, musste die Feuerwehr wirklich ran.

Am Freitagabend eilte kurz nach 19 Uhr in Schulenburg/Leine die Freiwillige Feuerwehr Schulenburg/Leine und Jeinsen zu einem vermeintlichem, schweren Verkehrsunfall in der Milchweg im Bereich der Feldmark.

Zum Übungsdienst hatte die Freiwillige Feuerwehr Schulenburg/Leine für ihre Einsatzkräfte eine praktische Einsatzübung angesetzt. Manfred Hauser und Dirk Meier von der Feuerwehr Schulenburg hatten eine Verkehrsunfallübung mit sechs Verletzten inszeniert.

Bei dieser Einsatzübung stand die technische Rettung mittels hydraulischen Rettungsgeräts für die Feuerwehr und medizinische Versorgung im Mittelpunkt. Die Schulenburger und Jeinser Feuerwehrleute brachten sofort das Löschgruppenfahrzeug 10, das Tanklöschfahrzeug 8/18 und der
Mannschaftstransportwagen zur Übungsstelle.

Den Kameraden bot sich eine durchaus realistische Situation: Zwei PKWs und ein Traktorgespann waren in einen Verkehrsunfall verwickelt; insgesamt fünf Personen zum Teil eingeklemmt.
Auf einer Straße hatte der Fahrer eines Traktorgespanns einen Herzinfarkt erlitten, dadurch steuerte er sein Trecker unkontrolliert über die Straße.

Ein nachfolgender Kleinwagen konnte dem Hindernis nicht mehr ausweichen und stieß frontal unter den Anhänger. Drei Insassen des PKWs wurden im Fahrzeug eingeklemmt und erlitten erhebliche Verletzungen. Ein weiteres Fahrzeug versuchte noch zu bremsen, wodurch dieser jedoch in den seitlichen Straßengraben geschleudert wurde. Hier wurden im Auto zwei weitere Patienten schwer verletzt und mussten ebenfalls durch die Feuerwehr mittels schweren Geräts aus dem Fahrzeug geschnitten werden.

Die Feuerwehr begann sofort mit der Menschenrettung aus dem ersten PKW mit hydraulischem Rettungsgerät sowie diversen weiteren Werkzeugen. Durch die enormen Kräfte bei den Zusammenstößen wurden beide PKW stark beschädigt. Die Türen ließen sich nicht öffnen. Um alle Personen befreien zu können, wurde daher das Dach eines Fahrzeugs abgenommen. Ziel der Übung war auch, den Umgang mit dem hydraulischem Rettungsgerät zu trainieren. Die Brandbekämpfung wurde von einem Trupp unter Atemschutz sichergestellt.

Dieses Einsatzszenario hatten sich zwei Einsatzkräfte der FF Schulenburg ausgedacht und hierzu wurde das DRK Laatzen mit zwei Rettungswagen und einem Mannschaftstransportfahrzeug eingeladen. Das DRK war mit acht Helferinnen und Helfern unter der Leitung der Rettungsassistenten Kai Tischler und Florian Hentschel im Einsatz.

Die beiden Pattensener Feuerwehren Schulenburg/Leine und Jeinsen stellen tagsüber eine gemeinsame Einsatzgruppe. Somit können insbesondere für die technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen genügend Feuerwehrkräfte beider Ortsfeuerwehren mit dem hydraulischen Rettungssatz (Schere und Spreizer) aus Schulenburg zum Einsatz kommen. Es waren seitens der Feuerwehren insgesamt vier Feuerwehrfrauen und 22 Feuerwehrmänner im Einsatz.

Knapp sechs Stunden später wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Schulenburg mit ihrem Rettungssatz zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Bundesstraße 3 alarmiert. (hent)

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