Notrufkette über Bulgarien


Braunschweig (BF) – Am 16.10.2010 gegen 9:00 Uhr erhielt die Integrierte Regionalleitstelle der Feuerwehr Braunschweig einen Anruf von Kollegen aus Leitstelle Regensburg (Bayern). Diese meldeten einen Rettungsdiensteinsatz auf der Autobahn A2, Höhe Kreuz Wolfsburg.

Der verdutzte Disponent nahm die Einsatzdaten auf, schickte einen Rettungswagen auf die Autobahn A2, Fahrtrichtung Berlin und fragte dann nach, wie die Regensburger Feuerwehr zu dieser Information kam. Daraufhin wurde ein Notrufweg der europäischen Art aufgezeigt:

Ein auf der A2 bei Braunschweig fahrender bulgarischer LKW-Fahrer klagte über stärker werdende Kreislaufprobleme. Er steuerte den nächsten Rastplatz an und rief mangels Deutschkenntnissen seinen Arbeitgeber in Bulgarien an. Dort wurde eine deutsch sprechende Sekretärin beauftragt, die mit dem bulgarischen Unternehmen arbeitende Spedition in Regensburg anzurufen. Von dort wurde der Fall sofort unter der Notrufnummer 112 dem Rettungsdienst gemeldet. Dieser Notruf lief entsprechend bei der zuständigen Leitstelle in Regensburg auf. Von dort wurde dann der Kontakt zur Leitstelle Braunschweig hergestellt.

Auf dem langen Meldungsweg kam es zu einem Zahlendreher. Die der Braunschweiger Leitstelle genannte Nummer der Autobahnabfahrt passte nicht zu den weiteren Ortsangaben des Lkw-Fahrers. Also wurde die Meldekette bis nach Bulgarien rückwärts durchlaufen und dort nach dem genauen Einsatzort gefragt.

Kurze Zeit später konnte ein Rettungswagen den richtigen Parkplatz ansteuern und den Lkw-Fahrer in das Krankenhaus nach Wolfsburg bringen.

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