Notrufabfrage mit Umweg über Bozen


München (BF) – Die Unterstützung der Kollegen in Bozen (Südtirol/Italien) nahmen Disponenten der Münchner Feuer- und Rettungsleitstelle am Samstagabend in Anspruch, um einem internistischen Notfallpatienten zu helfen.

Ein italienisches Großelternpaar ist derzeit zu Besuch bei seinen Kindern und Enkeln in München. Am frühen Samstagmorgen klagte der Großvater über Beschwerden im Brustbereich und weitere Symptome, die auf einen Herzinfarkt hindeuteten. Da ihre erwachsenen Kinder übers Wochenende verreisten und die Enkelkinder noch zu klein für einen Notruf sind, rief die Großmutter selbst den Notruf 112. Leider aber sprach die Frau ausschließlich Italienisch.

Der Beamte in der Leitstelle blieb ruhig und wusste sich zu helfen. Er schaltete die Leitstelle Bozen via Telefonkonferenz dazu. So war problemlos eine Übersetzung und Notraufaufnahme möglich.  

Zwischenzeitlich war ein Notarztteam beim Patienten eingetroffen, das die Diagnose „Herzinfarkt“ bei dem 62-Jährigen bestätigen und ihn in eine Münchner Klinik bringen konnte.

Wie die BF München mitteilte, bestehe seit dem Oktoberfest 2008 eine enge Zusammenarbeit der Leitstellen München und Bozen bei Übersetzungsfragen und überregionaler Zusammenarbeit. In vielen Fällen konnte diese Kooperation bereits die Arbeit der Einsatzkräfte erleichtern.

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