Notfallseelsorger hatten viel zu tun


Kreis Warendorf (pm) – Die Einsatzzahl der Notfallseelsorger im Kreis Warendorf ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Sie waren in 102 ganz unterschiedlichen Fällen vor Ort. Das System der Notfallseelsorge wurde im Kreis Warendorf bereits 2002 eingeführt.

„Es ist ein gutes Beispiel für gelebte Ökumene“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. Als Schirmherr der Notfallseelsorge im Kreis lobte er die ständige Bereitschaft, Menschen in extremen Situationen beizustehen. Die Arbeit des Rettungsdienstes werde durch das Team der Notfallseelsorge sinnvoll ergänzt, betonte Dr. Gericke.  „Die Bedeutung der Notfallseelsorge ist nicht hoch genug einzuschätzen. Allen Notfallseelsorgern im Kreis danke ich herzlich für ihre wertvolle Arbeit“, sagte der Landrat.

Der aktuelle Bericht stand im Mittelpunkt bei einem Erfahrungsaustausch im Kreishaus. An dem Treffen nahmen neben Vertretern der Notfallseelsorger auch der Landrat und die für den Rettungsdienst verantwortlichen Mitarbeiter des Kreises Warendorf sowie Polizeidirektor Erich Nierhoff und der stellvertretende Kreisbrandmeister Heinrich Otte teil.

Die Mitglieder des NFS-Teams sind im vergangenen Jahr 38 Mal zu außerhäuslichen Einsätzen gerufen wurden, davon 17 Mal nach Verkehrsunfällen und anderen Unfällen. Leicht angestiegen auf 64 ist auch die Zahl der häuslichen Einsätze.

Die Anlässe, bei denen Seelsorger vom Rettungsdienst, der Feuerwehr oder der Polizei angefordert wurden, waren 2010 wieder vielfältig. Sie reichten von Unfällen über vollzogene Suizide bis zur schwierigen Aufgabe, Todesnachrichten an Angehörige zu überbringen, die die Notfallseelsorger im vergangenen Jahr 23 Mal erfüllt haben.

Bei der Verarbeitung extremer Belastungen an Unglücksstellen benötigen auch Rettungsdienstmitarbeiter, Feuerwehrleute und andere Helfer Unterstützung – die Nachsorge für Einsatzkräfte ist ein wichtiger Aufgabenbereich der Notfallseelsorge.

Die Einsatzorte des NFS-Teams waren über alle 13 Städte und Gemeinden des Kreises verteilt. Die meisten Einsätze gab es in Warendorf (17), Oelde (15), Ahlen (11) und Telgte (10).

29 Frauen und Männer aus der evangelischen und katholischen Kirche und aus dem Bereich der Freikirchen, darunter Fachberater für Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst sowie ein Polizeiseelsorger bilden das Team der Notfallseelsorge im Kreis.

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