Notfallsanitäter: Lücken in der Finanzierung


München (BRK) – Die Finanzierung der Ausbildung zum neuen Berufsbild des Notfallsanitäters ist nach Ansicht des Bayerischen Roten Kreuzes in Bayern nicht gesichert. Vor allem die Schulbetriebskosten und die Kosten der klinischen Ausbildung seien zwei Monate vor Ausbildungsbeginn seitens der Kostenträger noch nicht gedeckt. Die Ausbildung soll in Bayern zum 1. Oktober 2014 beginnen.

Eine Zusage der Krankenkassen habe man zwar für die tarifvertragliche Ausbildungsvergütung der Notfallsanitäter-Azubis, sagte letzte Woche BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. Auch die sonstigen Kosten der betrieblichen Ausbildungen seien weitgehend zugesagt. Dies reiche jedoch für einen flächendeckenden Beginn der Ausbildung zum 1. Oktober 2014 nicht aus. Dies betreffe gleichermaßen das BRK als Träger eigener Berufsfachschulen für Notfallsanitäter als auch alle anderen Schulträger in Bayern.

Nach eigenen Planungen müssen alleine für das BRK mindestens 110 bis 130 Notfallsanitäter im ersten Jahr und in den weiteren Jahren 220 Notfallsanitäter pro Schuljahr ausgebildet werden, um den Fachkräftebedarf bis 2022 decken zu können. Das BRK hat sich aus diesen Gründen für die Ausbildung weitgehend in eigenen Berufsfachschulen entschieden.

Wie die „Passauer Neue Presse“ am Sonntag (17.08.2014) in ihrer Online-Ausgabe berichtete, wird der BRK-Kreisverband Altötting voraussichtlich die noch ungedeckten Kosten des ersten Notfallsanitäter-Jahrgangs an der BRK-Schule Burghausen übernehmen. Die Kosten werden auf rund 81.000 Euro beziffert.

Hier geht’s zum Beitrag der Passauer Neuen Presse.

(19.08.2014)

3 Responses to “Notfallsanitäter: Lücken in der Finanzierung”

  1. Björn Spaniol via Facebook on August 19th, 2014 20:43

    Die Aussage über die Finanzierung könnte man wohl auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten…

  2. schmidt on August 21st, 2014 09:02

    Guten Tag,
    so einen Unsinn, ein stabiles Berufsbild „Rettungsassistent (RA)“ in einen schon jetzt theoretisch nicht finanzierbaren neuen Beruf „Notfallsanitäter“ umzuwandeln.
    Wie lange haben wir Rettungsassistenten gebraucht und warten müssen, daß die Damen und Herren Politiker Sesselpupser den Rettungsassistenten als Beruf anerkannt hatten!!! Im freien Umfeld wprde man keinen Beruf ständig so durch die Mangek nehmen. Rettungsassistenten sind die Assistenten der Notärzte, in manchen Regionen besser als die Ärzte, was Notfallmedizin angeht!, es ist leider so. Da sollte man sich lieber auf den RA verlassen, beim Notarzt ist man da verlassen!!! Eigene Erfahrung als RA über 25 Jahre! Warum will man einen Berufszweig zerstören, der im Grund hervorragend funktioniert hat? Was will man damit bezwecken? Nichts, das ist das Problem. Es gibt keinen rationalen Grund für eine Umwandlung von RA zum Notfallsanitäter! Im Gegenteil: Wenn man den Inhalt des neuen Berufes anschaut, kommt man zur entscheidung, als Taxifahrer oder Handlanger degradiert zu werden. Es wäre gut, wenn sich die Politiker, vom Volk gewählt, sich ernsteren Themen annehmen würden. Es gibt genung künstlich geschaffene Baustellen, die aufgearbeitet werden sollten!!!!!!! Notfallsanitäter ist wie Bauen auf einem Sandhügel. Aber das machen unsere gewählten Staatshäupter jeden Tag (Berlin, Hamburg, S21……..) Die werden übrigens immer Politiker heißen, eine Sonderausbildung brauchen die nie, anscheinend. Wir retten Leben, die Politik vernichtet das Leben!!!!!

  3. Olaf on August 21st, 2014 15:39

    Weil der Deutsche dumm ist….ganz einfach. So werden neue Berufsbilder erschaffen…wie gesagt ander Länder lachen über uns

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