Notfallsanitäter: Hoffnung für Ehrenamtliche in NRW


Köln (MHD) – Ehrenamtliche Rettungsassistenten in Nordrhein-Westfalen können sich berechtigte Hoffnungen machen, genau wie ihre hauptamtlichen Kollegen den Status eines „Notfallsanitäters“ zu erlangen.

Nach Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes und der zugehörigen Ausführungsbestimmungen hat sich das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) in Nordrhein-Westfalen in einer bereits im Jahr 2013 ins Leben gerufenen Expertenrunde unter Beteiligung vieler Fachleute damit befasst, die Ausführungsbestimmungen auf den Weg zu bringen. Nach zwei intensiv diskutierten Entwürfen liegt seit wenigen Tagen die endgültige Version vor.

Die Hilfsorganisationen haben sich in diesen Prozess aktiv eingebracht. Unter Federführung der Malteser wurden dem Ministerium mehrfach konstruktiv-kritische Stellungnahmen zugeleitet, die erheblichen Einfluss bei der Gestaltung der Ausführungsbestimmungen genommen haben. Insbesondere sind auch dank dieser Initiativen in den jetzt veröffentlichten Ausführungsbestimmungen Möglichkeiten geschaffen worden, neben den hauptamtlich tätigen Rettungsassistenten auch langjährig erfahrene Ehrenamtliche und teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter über die gesetzlich geregelten Prüfungen zum Notfallsanitäter qualifizieren zu können. Derzeit würde lediglich noch die Reglung bezüglich der Behördenzuständigkeit ausstehen, teilten die Malteser mit.

In der aktuellen Ausgabe des Rettungs-Magazins (4/2014) wird über Möglichkeiten für Ehrenamtliche berichtet, ob und wie sie ggf. die Qualifikation „Notfallsanitäter“ erlangen können. Die Einzelausgabe kann hier zum Preis von 5,- EUR bestellt werden.

(17.07.2014)

13 Responses to “Notfallsanitäter: Hoffnung für Ehrenamtliche in NRW”

  1. Thomas Wagner via Facebook on Juli 17th, 2014 14:35

    Super, und wieder wird der Professionalisierung des RD durch den weiteren massiven Einsatz von EA’s ein Riegel vorgeschoben und weiterhin Lohn-und Qualitätsdumping betrieben.

  2. crisu on Juli 17th, 2014 17:06

    schade das hier nicht genau steht, wie ehrenamtliche dies erlangen können. laut meiner kenntnissen steht doch im gesetz drinnen, das es vollzeit sein muss.das bedeutet doch, das man in der wochen min. 30 stunden auf einen rtw absolviert haben muss.
    ich mache ab und an auch ehrenamtliche dienste,aber wenn es hoch kommt, 2-5x im monat.

  3. Bernd Seng via Facebook on Juli 18th, 2014 08:50

    War klar – die HiOrgs finden Wege! Und glaubt, die finden dass auch GUT! Schade für die vielen guten Kollegen, die mit ihrer professionellen Arbeit Geld verdienen müssen, um zu leben.

  4. Olaf on Juli 18th, 2014 09:45

    So etwas gibt es nur im Gesundheitwesen……

    In so ziemlich jedem anderen Berufsfeld kann ich nicht zu einer weiterführenden Prüfung weil ich zehn Jahre einen Gesellenbrief habe ohne in dem Geschäft wirklich tätig gewesen zu sein. Da würden die Standesorganisationen (Innungen,IHK,) ……. ach ja, der RD hat ja keine. Und so wird wieder alles verwässet um Kosten zu senken……

  5. Gerd on Juli 18th, 2014 16:44

    Ich kann es nicht mehr hören, diese verdammten HiOrgs. Die gehören aus dem RD komplett raus, genauso wie dieses ganze Ehrenheimerpack….wääää.. Wenn ich die schon sehe und höre wird mir massiv schlecht!!!!!!!!

  6. crisu on Juli 18th, 2014 16:57

    warum steht da eigentlich NRW? ist das notfallsani gesetz nich ein bundesgesetz? wenn es in NRW gilt, müsste es doch auch in berlin und hamburg gelten oder sehe ich das falsch?
    macht wieder jedes bundesland alles so,wie es will?

  7. Andreas on Juli 19th, 2014 07:19

    Hallo,

    nicht die HiO´s haben Wege gefunden, sondern die Expertengruppe. Dieser Punkt wurde lange diskutiert. Der Weg, der nun gefunden wurde, wird vielen EA-RettAss die Möglichkeit, NotSan zu werden, NICHT gebebn, weil sie die erforderliche Zahl an Einsätzen entweder nicht erlebt haben oder sie nicht mehr nachweisen können. Für die Fälle gilt dann aber: Dann ist es eben so. Die Professionalinätsdebatte kann gerne an NAMEN führen, aber bitte nicht am Status. Dafür kenne auf BEIDEN Seiten zu viele weiße und schwarze Schafe!

  8. Fritz54 on Juli 20th, 2014 00:47

    „Nieder mit dem Ehrenamt“,
    ich verwette mein Weihnachtsgeld,daß die beiden RA`s die die alte Frau für tot erklärt haben, die noch lebte (aber solche Berichte liest man ja hier nicht ) Ehrenamtler waren……

  9. Olaf on Juli 21st, 2014 15:00

    Ich bin kein Ehrenamtler , aber Jungs dann macht den Mund an richtiger Stelle auf.Wahrscheinlich draußen einen auf dicke Hose machen, aber wenn es drauf ankommt den Schwanz einziehen. „Nieder mit dem Ehrenamt oder Ehrenämter“? @ Fritz, wie alt bist Du? Ihr Dullis seid doch die ersten die wenn es um ein freis We geht die ehrenamtlichen zu Fragen. Ich bin echt froh dieses nicht mehr zu machen. Der Rd entwickelt sich in eine abgrundtiefe Richtung.

  10. crisu on Juli 21st, 2014 15:57

    @olaf kann dir nur zustimmen. wahrscheinlich minderwetskomplexe diese jungs oder aus dem ehrenamt ausgeschieden wegen blödheit und jetzt ein auf dicke hose machen.
    wie soll der rettungsdienst ohne ehrenamtliche funktionieren? hier in berlin würde bei großen veranstaltungen alles zusammen brechen.
    mann mann warum werden solch beiträge nicht gelöscht

  11. tangotango on Juli 21st, 2014 18:20

    @Olaf
    Das „diese Dullies doch die ersten sind, die, wenn es um ein freies WE geht, bei den Ehrenheimern anfragen“ ist doch nicht mehr als ein recht billige Strohmann-Argument.

    @crisu
    Auch diese Art der Diskussionsführung erscheint fraglich.. „ausgeschieden aus dem Ehrenamt wegen Blödheit“ . Böse Zungen könnten jetzt Antworten, dass eher allgemein bekannt ist, dass das Ehrenamt ein Sammelsorium von .. „besonders begabten und besonderen Menschen ist“. Aber lassen wir dieses.

    Viel fragwürdiger ist doch die Aussage bzw. die Frage, wie denn der RD ohne Ehrenamt funktionieren soll – Antwort: So wie jeder(!) andere Beruf ebenfalls. Hervorragend.

    Was hat auch der öffentliche RD auf einer Veranstaltung zu suchen? Da kann ein angemieteter SanDienst seine Kuchen backen.

  12. Olaf on Juli 21st, 2014 21:39

    @Fritz und sowas hier zu Schreiben geht garnicht. Ihr beschwert euch das man euch als Transportleister bezeichnet……stimmt. Anderes habt Ihr so wie Ihr euch hier gebt es auch nicht verdient. Ja Ihr seid eine Randgruppe, am jammern und am weinen wie kleine Kinder….Gott Ihr wiedert mich echt an. Die Schnauze an falscher Stelle aufmachen……und wenn Ihr vorm Vorgesetzten steht haut Ihr noch euren besten Teampartner in die Pfanne.
    Ja positiv ist es diesen Beruf aufgrund solcher Menschen wie Ihr es seid, nicht mehr zu machen.

  13. doggi on Juli 22nd, 2014 07:35

    schade, ich hatte wirklich gehofft, dass auf Grund der vielen Diskussionen und Bedenken, das NotSanG nachgebessert werden würde, aber wie schon so oft, wird eine einmalige Chance hier zunichte gemacht. Wieder einmal finden clevere Lobbyisten „Lösungen“ klare Regelungen aufzuweichen. Schade, aber so ist das in Deutschland. Es wird Zeit, dass endlich ein Ruck durch die Kolleginnen und Kollegen geht und wir uns mal überlegen, was wir wirklich wollen.

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