Notfallkarten für Moers


Moers (pm) – Ein Albtraum für jeden Notfallretter: Er kommt in die Wohnung des Patienten, und der kann nicht mehr sprechen. Damit fehlen dem Helfer auch wichtige Angaben – über Allergien, besondere Medikamenteneinnahmen oder Grunderkrankungen. Die Notfallkarte schafft Abhilfe.

Wenn Angehörige nicht dabei sind oder unter Schock stehen, müssen Rettungsdienstmitarbeiter oder Ärzte auf möglicherweise lebensrettende Auskünfte verzichten. Diese Gefahr erkannt haben die Mitglieder des Seniorenbeirats der Stadt Moers. Sie haben sich deshalb für die Einführung einer „Notfall-Karte“ ausgesprochen. Mit der Sparkasse am Niederrhein konnte ein Geldgeber für das Projekt gefunden werden.

Die Karte wird erstmals auf der Seniorenmesse im Altenkrankenheim Bethanien am Samstag, 28. August, vorgestellt. Sie ist ab Montag, 30. August, in den BürgerService-Stellen, der Stadtinfo, den Empfangsbereichen der Verwaltungsgebäude (Neues Rathaus, Mühlenstraße) und in allen Moerser Geschäftsstellen der Sparkasse erhältlich.

Eine Karte in der Brieftasche, eine an der Tür

Die Notfallkarte besteht aus einem vom Patienten auszufüllenden Vordruck. Hier werden persönliche Daten und Angaben zu Hausarzt, Krankenkasse, Patientenverfügung sowie Vorerkrankungen, Krankenhausaufenthalten und Medikationen eingetragen. Eine Karte sollte man immer bei sich tragen, eine zweite innen direkt neben der Wohnungstür in Augenhöhe anbringen. So haben die Retter im Notfall schnellen Zugang zu den Daten, die sie für eine Akutbehandlung benötigen.

„Wir haben in verschiedenen Städten gute Beispiele gesehen. Dort hat man uns auch von dem Erfolg der Karte berichtet“, erläutert Heinz-Dieter Holzum, Vorsitzender des Seniorenbeirats. Die Karte ist jedoch nicht nur für Senioren hilfreich. „Wir wollen vor allem Alleinstehende aller Altersklassen ansprechen“, betont Diethelm Rehn von der Leitstelle Älterwerden der Stadt Moers.

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