Notärztemangel im Kreis Coburg


Coburg (rd.de) – Notärzte werfen das Handtuch, die Versorgung ist gefährdet. Der Zweckverband Rettungsdienst fordert eine bessere Vergütung.

Allein im vergangenen Vierteljahr hätten vier Notärzte aufgehört, sagten BRK-Kreisgeschäftsführer Marcus Haniel und BRK-Rettungsdienstleiter Martin Schmidt der Neuen Presse Coburg. Die Entwicklung sei nicht neu und die Ursache ist eigentlich bekannt.

„Wir sind nicht in der Lage, eine notärztliche Versorgung rund um die Uhr sicherzustellen“, räumt Ernst Schlereth, Regionalleiter der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern für das Sachgebiet Bereitschaftsdienst/Notarztdienst in Ober-, Mittel- und Unterfranken ein.

Mit 176 Euro Grundpauschale für einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst und 91 Euro pro Einsatz fühlen sich die Notärzte zu schlecht bezahlt, besonders vor dem Hintergrund neuer Vergütungssätze bei Hausbesuchen, für die es ab 1. April immerhin 85 Euro pro Einsatz plus Wegegeld geben wird.

Auch die Altersstruktur der Ärzte ist ein Problem. Es fehlt an Nachwuchs und die verbliebenen Arztpraxen seien voll. Da ist es kaum zumutbar bei einem Notruf seine Praxis für zwei Stunden sich selbst zu überlassen.

Rettungszweckverband und Kassen verhandeln am 17. Februar erneut über die Notarztvergütungen.

Mehr Information: Neue Presse Coburg

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