Notarzt stirbt bei Rettung von Lawinenopfer


Zürich (pm) – Der Todesfall eines Rega-Arztes bei einem Lawinenunglück im Berner Oberland schockt die schweizer Rettungsorganisation. Am Sonntag fand ein Rega Crew-Mitglied beim Ausüben seiner Einsatztätigkeit den Tod.

Die Rega trauert und spricht den Angehörigen des verstorbenen Arztes sowie den Angehörigen der ebenfalls ums Leben gekommenen zwei Tourengängern ihr herzliches Beileid aus. Die Rega war zu einem Lawinenunglück im Diemtigtal gerufen worden. Gleichzeitig brachte ein Helikopter der Bohag erste Retter und einen Lawinenhund vor Ort. Nach der Landung des Rega-Helikopters versorgte der Notarzt den durch seine Kameraden inzwischen geborgenen Skitourenfahrer. Noch während der Versorgung auf dem Lawinenkegel haben weitere Schneemassen die Helfenden erfasst und verschüttet.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der Rega, dass sie bei einem Lawineneinsatz den Verlust eines eigenen Mitglieds des Rettungsteams zu beklagen hat. „Es ist außerordentlich tragisch, wenn Retter, die Verunglückten in Not helfen wollen, dabei ihr Leben verlieren. Ich bin aufgewühlt und denke in diesen Stunden an die Angehörigen und an die Betroffenen dieses tragischen Lawinenunglücks“, sagt Ernst Kohler, Vorsitzender der Rega-Geschäftsleitung.

Es ist unsere Aufgabe, auch in schwierigen Situationen medizinische Hilfe an den Unfallort zu bringen. Die Rega tut das Menschenmögliche, um rund um die Uhr Leistungen von hoher Qualität und Sicherheit zu erbringen. Die Rega dankt den Mitarbeitenden sowie allen Rettungskräften für ihren unermüdlichen Einsatz zugunsten von Menschen in Not.

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