Noroviren-Alarm in deutschen Altenheimen


Bonn (rd.de) Noch wird nicht offiziell vor einer neuen Norovirius-Epidemie gewarnt, aber Meldungen über massive Erkrankungsfälle, vor allem in Altenheimen, machen deutlich, dass wie im Vorjahr eine Infektionswelle durch die Republik rollt.

Großeinsatz in Alsterdorf, schreibt das Hamburger Abendblatt: In einem Pflegeheim zeigten gleich 16 Senioren mit Übelkeit und Durchfall, Symptome der Norovirus-Infektion. Rettungsdienstler und Notärzte gingen in Vollschutzoveralls von Tür zu Tür. Vier Bewohner wurden wegen der hohen Flüssigkeitsverluste in Krankenhäuser gebracht.

Ähnliche Fälle ereigneten sich auch in St. Leonhard (Region Wolfsburg). Drei Heimbewohner und zwei Mitarbeiter des Pflegeheims SeneCura-St. Vinzenz waren erkrankt. Das Heim war kurzfristig für Besucher geschlossen.

Im Kreis Aachen erwischte es nach dem Augustinus-Krankenhaus in Lendersdorf auch das Dürener Krankenhaus. Nach 36 Erkrankungsfällen wurden zwei Stationen zur Quarantänezone erklärt. Das Pflegepersonal der Zonen wurde nicht mehr auf anderen Stationen eingesetzt, um das Problem möglichst schnell einzudämmen.

Der Kreis Düren informierte daraufhin die Bevölkerung auf ein erhöhtes Infektionsrisiko. Da die Erreger hauptsächlich „von der Hand in den Mund“, also durch Aufnahme über die Hände nach Kontakt mit verunreinigten Flächen übertragen werden, sollte verstärkt auf eine gute Händehygiene, vor allem vor der Nahrungszubereitung, geachtet werden.

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