Niedersächsische DRK-Bereitschaften tagten in Hermannsburg


Hermannsburg (DRK) – Der jährlich stattfindende Landesausschuss der niedersächsischen DRK-Bereitschaften fand vergangenes Wochenende in Hermannsburg bei Celle statt. Die 48 Kreisverbände im DRK-Landesverband Niedersachsen entsandten dafür ihre Vertreter wie Kreisbereitschaftsleiter und Katastrophenschutzbeauftragte.

Für die rund 90 Teilnehmer standen aktuelle Themen rund um den Zivil- und Katastrophenschutz auf dem Programm. Unter anderem ging es um den Aufbau des neuen Digitalfunknetzes oder die Besetzung der so genannten „Medical Task Forces“ (MTF). Das sind Einsatzeinheiten für die medizinische Versorgung im Zivilschutz, von denen es in Niedersachsen sechs gibt (pro Polizeidirektion eine MTF), vier davon unter Führung des DRK.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung bildete die Ausbildung von Ehrenamtlichen in der psychosozialen Versorgung von Einsatzkräften und Betroffenen in und nach Notfallsituationen. Über den Sanitätseinsatz des DRK beim 20. Jahrestag der Deutschen Einheit wurde berichtet und ein überarbeitetes Rahmenkonzept zur Rettungshundearbeit verabschiedet.
Weiter wurde der aktuelle Sachstand zur notfallmäßigen und sanitätsdienstlichen Betreuung der FIFA-Frauen-Fußball-WM in diesem Jahr in Wolfsburg durch das DRK als alleinigem Vertragspartner des DFB vorgestellt.

Auch die Ausbildung von Ehrenamtlichen für den Rettungsdienst und die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes wurden thematisiert.

Joachim Neubert wiedergewählt

Als Referent war Klaus Wickboldt von der Polizeidirektion Göttingen eingeladen worden, der über die Aufgaben einer Polizeidirektion im Katastrophenfall sprach.

Neben dem fachlichen Austausch wurde außerdem der Landesleiter für die Bereitschaften im Bereich des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, Joachim Neubert, für drei Jahre wiedergewählt. „Ich freue mich, auch weiterhin diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen zu können. Für den Katastrophenfall und bei einem Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten unterhalb der Katastrophenschwelle sind unsere Ehrenamtlichen in den Bereitschaften unentbehrliche Einsatzkräfte, wie zum Beispiel bei Massenkarambolagen auf der A2. Ob Flutkatastrophe, Bombenräumung oder Schneechaos, die Helferinnen und Helfer der Bereitschaften stehen in Notsituationen der Bevölkerung immer hilfreich zur Seite“, so Neubert.
 
Nach über zehn Jahren engagierter ehrenamtlicher Arbeit als Landesbeauftragter für den Betreuungsdienst wurde Bringfried Knoth verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wurde Gerd Holthuis aus Uelsen (Grafschaft Bentheim) ernannt. Neu ernannt als Landesbeauftragter für den Bereich Information und Kommunikation wurde außerdem Andreas Bruns aus Obernkirchen (Schaumburg).

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