Neues Kapitel für Österreichs Luftrettung


Wien (ÖAMTC) – Mit Jahresanfang 2013 wurde für die Flugrettung in Österreich ein neues Kapitel aufgeschlagen. „Nach drei mehr oder weniger turbulenten Jahren ist es gelungen, für alle Bundesländer Lösungen auszuarbeiten, die die Flugrettung langfristig auf finanziell sichere Beine stellen“, freut sich Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.

Konstruktive Verhandlungen aller involvierten politischen Verantwortungsträger, Institutionen und Organisationen hätten in jedem Bundesland zu einer akzeptablen Lösung geführt. Es gebe zwar nun neun unterschiedliche Lösungen, dennoch hätten alle eine Gemeinsamkeit: die soziale Verträglichkeit.

„Das heißt, dass den Patienten mit der einzigen Ausnahme von Sport und Freizeitunfällen im alpinen Bereich, keine Kosten für einen Hubschraubereinsatz entstehen“, fasst Kraxner zusammen.

Durchschnittlich etwa alle 34 Minuten wurde 2012 ein Verletzter oder Erkrankter von einem Team der ÖAMTC-Flugrettung versorgt. Insgesamt starteten die Notarzthubschrauber zu 15.589 Einsätzen. Von den 81 Prozent Primäreinsätzen erfolgten rund 45 Prozent nach internistischen und neurologischen Notfällen. 16 Prozent der Einsätze galten Unfällen, die sich bei der Arbeit, in der Freizeit oder im häuslichen Umfeld ereignet hatten, und 13 Prozent der Einsätze wurden nach Freizeitunfällen im alpinen Bereich geflogen. Lediglich jeder zehnte Flug wurde aufgrund eines Verkehrsunfalls notwendig.

Fast ein Viertel der Einsätze flog die ÖAMTC-Flugrettung in Niederösterreich (3287 Einsätze), gefolgt von Tirol (2774) und der Steiermark (1768). Der Wiener Notarzthubschrauber „Christophorus 9“ flog mit 1731 Rettungsflügen die meisten Einsätze. Auf den folgenden Plätzen liegen der Hubschrauber aus Wiener Neustadt, „Christophorus 3“, mit 1341 und die Subener Maschine „Christophorus Europa 3“ mit 1280 Einsätzen.

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