Neues Dienstgebäude für Seenotretter


Bremerhaven (DGzRS) – Ein heller, großzügiger Aufenthalts- und Schulungsraum im ersten Stock sowie eine solide ausgestattete Werkstatt mit Lager im Erdgeschoss des neuen Lotsengebäudes am alten Vorhafen in Bremerhaven beherbergen seit Freitag auch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Auf rund 80 Quadrat­metern findet die Besatzung unter der Leitung von Vormann Ulrich Fader Platz für Besprechungen, Fortbildungsveranstaltungen und für kleinere Reparatur­arbeiten.In unmittelbarer Anbindung an die Hafeneinfahrt ist zudem eine Pontonanlage mit Liegeplätzen für die Lotsenboote sowie den Seenotkreuzer „Hermann Rudolf Meyer“ entstanden. Schon im Mai 2007 war hier ein Frischwasseranschluss für die Seenotretter installiert worden.

DGzRS-Vorsitzer Michael Grobien ließ in seiner Ansprache die Geschichte der Station Bremerhaven Revue passieren: „Sie gehört zu den ältesten Einrichtungen ihrer Art in unserem Land. So gab es hier bereits 1863, somit zwei Jahre vor Gründung der DGzRS, Bemühungen zur Errichtung eines Bremischen Vereins zur Rettung Schiff­brüchi­ger. Auf die erste Erwähnung eines Bootschuppens sind wir in unserem Archiv
für das Jahr 1867 gestoßen. Dort ist die Rede von einem steinernen Schuppen auf der Geestekaje zur Einfahrt in den alten Hafen, 1868 ausgestattet mit Helgen und Ablauf­bahn, damit das Boot (Zitat) bei jedem Wasserstande rasch und leicht flott zu machen ist (Zitatende).“

Grobien führte weiter aus: „Von Bremerhaven aus sind stets besonders leistungs­starke Rettungseinheiten zum Einsatz gekommen. Grund hierfür ist vor allem die exponierte Lage im Bereich der Außenweser mit einem außergewöhnlich hohen Verkehrsaufkom­men in einem Revier, das witterungs- und topographisch bedingt für jeden Seefahrer zu den Anspruchvollsten auf der Welt gehört. Zu diesen in ihrer jeweiligen Epoche beson­ders leitungsfähigen Einheiten zählen Motorret­tungsboote wie die ‚Weser‘ und ‚Lotsenkommandeur Leppert‘ sowie später die modernen Seenotkreuzer ‚Bremen‘, ‚H.H. Meier‘ und ‚Vormann Leiss‘. 1996 wurde hier der Seenotkreuzer-Neubau ‚Hermann Rudolf Meyer‘ stationiert.“

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