Neue Rettungswachen im Saarland


Mandelbachtal (ZRF) – Ein 2009 erstelltes Gutachten zeigte auf, dass es bei der Verteilung von Rettungsmitteln im Saarland Optimierungsbedarf gibt. Als Konsequenz wird am Montag (02.12.2013) in Mandelbachtal ein neuer Wachenstandort offiziell übergeben.

Bei einem medizinischen Notfall in der Region wurden bislang Fahrzeuge von den Rettungswachen in Gersheim, Blieskastel und Brebach alarmiert. Aufgrund der geographischen Lage bedeutet dies eine erhebliche Anfahrtszeit. Deshalb wurde der Vorschlag des Gutachters umgesetzt. Die vorhandenen Fahrzeuge werden besser in der Fläche verteilt. Durch einen zusätzlichen Rettungswachen-Standort kann die Versorgung des Gebietes ebenfalls optimiert werden.

Im Februar 2013 begann das Architekturbüro C3-Modulbau mit den Arbeiten. Die notwendigen Investitionen von rund 320.000 Euro teilen sich das Land, die Krankenkassen und der ZRF Saar.

Am 1. Oktober 2013 bereits bezogen die Mitarbeiter des DRK-Kreisverbandes St. Ingbert die neue Rettungswache. Seitdem rückt ein rund um die Uhr bereitstehender Rettungswagen von dem neuen Standort aus. Seitdem wurden bereits über 160 Einsätze wahrgenommen (Oktober und November 2013). Es scheint sich bereits eine deutliche Verbesserung der Eintreffzeiten zu zeigen. Die Einsatzstatistik der zurückliegenden Jahre weist für das künftige Einzugsgebiet der Rettungswache Mandelbachtal ein jährliches Notfallaufkommen von bis zu 700 Einsätzen auf.

Dienstag (03.12.2013) soll dann in Kleinblittersdorf der offizielle Spatenstich für die dort geplante Rettungswache erfolgen. Hier werden bis zu 1000 Notfalleinsätze pro Jahr erwartet. Betreiber der neuen Wache soll der ASB werden.

3 Responses to “Neue Rettungswachen im Saarland”

  1. Jörn on Dezember 2nd, 2013 08:26

    Nach welchen rechtlichen Bestimmungen wurden/werden im Saarland die neuen Wachen an ASB und DRK „vergeben“? Hier hätte ich gerne eine kompetente Antwort – am besten vom ZRF Saar, dessen Kommunikationsverhalten allerdings „arg gewöhnungsbedürftig“ ist – siehe aktuell Inbetriebnahme(datum) der Integrierten Leitstelle bzw. Bewerbung der kostenpflichtigen Servicenummer 19 222 als „medizinischer Notruf“ auch auf Rettungsmitteln der Feuerwehren im Saarland.

    Winterliche Grüße aus dem Westen

  2. Sepp Daxberger on Dezember 2nd, 2013 10:12

    Wahrscheinlich erfolgte die Vergabe im Hinterzimmer einer Kneipe, ich habe im TED nichts gelesen von Ausschreibungen.

  3. Bernhard on Dezember 2nd, 2013 11:15

    Der ZRF Saar ist ein ganz schlauer Laden. Hier wurden die 2. RTW der Wachen einfach ausgelagert. Somit konnte man eine Ausschreibung umgangen werden.

    Es gab aber auch vor 2 Jahren eine Ausschreibung für die Wache in Nonnweiler. Nur war die Ausschreibung verzerrt, weil die größte HiOrg alle Kosten auf die anderen Wachen in dem Landkreis verteilt hat und somit schön billig anbieten konnte. Es konnte somit kein andere Anbieter gewinnen.

    „Ich mache mir die Welt, wide wide wit, wie sie mir gefällt.“

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