Neue Feuerwehr-Leitstelle im Einsatz


Dortmund (pm) – Ende Januar 2011 hat die neue Leitstelle der Feuerwehr Dortmund den Betrieb aufgenommen, doch noch laufen die Arbeiten an der Steinstraße auf Hochtouren. Die abschließende Fertigstellung des Lage- und Führungszentrums (LFZ) und der neuen Feuer- und Rettungswache ist für April 2012 geplant.

Über 20 Notrufleitungen gehen die Hilfeersuchen ein. Von der Leitstelle der Dortmunder Feuerwehr werden täglich rund 1.100 Anrufe entgegengenommen, von denen etwa 300 in einen Einsatz von Rettungsdienst- oder Brandschutzeinheiten münden. Das bedeutet, dass etwa alle fünf Minuten ein oder mehrere Rettungsmittel in einen Einsatz entsandt werden.

Gemeinsam mit Baudezernent Martin Lürwer und Feuerwehrchef Dirk Aschenbrenner freut es Stadtdirektor Stüdemann besonders, dass die Dortmunder von der Umstellung auf die modernere Technik so gut wie nichts bemerkt haben. Der zur Umschaltung des Notrufes veröffentlichte Warnhinweis blieb eine der zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen. Alle eingehenden Einsätze wurden umgehend bearbeitet, als hätte es nie etwas anderes gegeben. „Ein Erfolg, den sich die Mitarbeiter der Leitstelle und der Technik erarbeitet haben. Die monatelangen und intensiven Vorbereitungen machten sich bezahlt“, so Aschenbrenner.

Der Umzug in die neue Einsatzleitstelle ist dabei ein Meilenstein, denn die Leitstelle ist quasi das Nervenzentrum einer Feuerwehr. Und während der gesamten Bauzeit wird der reibungslose Betrieb der Einsatzleitstelle und des Brandschutzes sowie Rettungsdienste garantiert.

100.000 Einsätze jährlich

Insgesamt investiert die Stadt 29 Millionen Euro in den Standort Steinstraße. Ein erheblicher Teil davon entfällt auf das Lage- und Führungszentrum mit der Einsatzleitstelle. Eine Investition, die sich auszahlt: „Mehr als 100.000 Einsätze werden jährlich von hier koordiniert – Tausenden Menschen in Dortmund dadurch geholfen – vielen davon sogar das Leben gerettet“, erklärt Feuerwehrdezernent Jörg Stüdemann.

Gegenwärtig arbeiten in der neuen Leitstelle neun Feuerwehrleute. Der Lagedienstführer, ein Dienstgruppenleiter und sieben Disponenten werden rund um die Uhr – im 24-Stunden-Schichtdienst – eingesetzt. Sie nehmen die Notrufe entgegen und bearbeiten die Einsatzmeldungen.

Bei Großschadenslagen wie beispielsweise Unwetterlagen, Hochwasser oder großen Gefahrstofffreisetzungen wird die Standardbesetzung ergänzt, um die damit verbundenen ansteigenden Notrufaufkommen und Fahrzeugkoordinierungen zeitgerecht zu bearbeiten.

In der neuen Leitstelle stehen zehn identische Leitplätze zur Verfügung. Zwei abgesetzte Leitplätze dienen der Aus- und Fortbildung und können zusätzlich genutzt werden. Im Falle von Großschadenslagen werden über acht weitere Ausnahmeabfrageplätze Notrufe entgegengenommen.

Die Einweisung in die neue Technik hat im September vergangenen Jahres begonnen.
Die Qualifikation der Leitstellenmitarbeiter ist vielschichtig: Eine komplette Feuerwehrausbildung, Rettungsassistentenausbildung und mehrjährige Einsatzerfahrung auf einer Feuer- und Rettungswache sind die Grundvoraussetzungen, um als Disponent arbeiten zu können.

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