Nächtlicher Brandeinsatz für Seenotretter


Flensburg (DGzRS) – Die freiwilligen Seenotretter der Stationen Gelting und Langballigau haben in der Nacht zu Freitag in der Flensburger Förde einen Mann von seiner brennenden Segelyacht gerettet. Er kam mit einer schweren Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Die Segelyacht wurde vom Seenotrettungsboot „Werner Kuntze“ nach Langballigau eingeschleppt.

Kurz nach Mitternacht informierte die dänische Seenotleitung MRCC Aarhus die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), dass eine vermutlich auf dem Weg von Flensburg ins dänische Sonderburg befindliche Segelyacht Feuer an Bord gemeldet habe. Eine genaue Position vermochte der Schiffsführer nicht anzugeben.

Die Seenotleitung alarmierte die freiwilligen Seenotretter aus Gelting und Langballigau, die sofort in die Flensburger Förde ausliefen. Eine Kommunikation mit dem brennenden Schiff war nicht mehr möglich – jedoch schoss der Skipper rote Raketen ab, sodass die Seenotretter den etwa vier bis fünf Seemeilen entfernten Einsatzort anlaufen konnten.

Als das Seenotrettungsboot „Jens Füerschipp“ aus Gelting bei der etwa zwölf Meter langen Segelyacht eintraf und längsseits ging, war in der Dunkelheit starke Rauchentwicklung aus dem Innenraum auszumachen. Der Skipper aus Skandinavien, der allein an Bord war, war kaum noch ansprechbar und nicht mehr in der Lage, selbstständig auf das Seenotrettungsboot überzusteigen.

Die Seenotretter brachten ihn auf die „Jens Füerschipp“ und begannen sofort mit der medizinischen Erstversorgung. Unter Höchstgeschwindigkeit liefen sie danach Sonderburg in Dänemark an, wo bereits ein Rettungswagen wartete.

Kurz nach der „Jens Füerschipp“ traf auch das Seenotrettungsboot „Werner Kuntze“ aus Langballigau bei der jetzt herrenlos in der Nacht treibenden Segelyacht ein. Die Retter stellten eine Leinenverbindung zur brennenden Yacht her und schleppten das Schiff nach Langballigau, wo es der Freiwilligen Feuerwehr gelang, die Yacht zu löschen.

Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten in der Flensburger Förde Winde mit vier, später abnehmend zwei Beaufort bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.

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