Mutter und Kind stürzen fünf Meter tief


Mutter und Kind stürzten aus 2. Obergeschoss.

Mutter und Kind stürzten aus 2. Obergeschoss.

Schwelm (ots) – Zu einem traurigen Einsatz musste gestern Nachmittag die Wetteraner Feuerwehr ausrücken. Eine 33-Jährige hatte zuerst ihren 1- jährigen Säugling aus dem 2. Obergeschoss vom Balkon geworfen und ist anschließend selbst hinterher gesprungen.

Die Besatzung eines Krankentransportwagens meldete gegen 13:48 Uhr, dass eine Person aus dem zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses springen will. Sofort wurde die Wetteraner Feuerwehr (Löschzug Volmarstein / Grundschöttel) hinzugezogen, die nach nur vier Minuten an der Einsatzstelle eintraf. Die 33- jährige war mit dem Säugling über die Balkonbrüstung geklettert und drohte zu springen. Sofort redeten speziell geschulte Einsatzkräfte auf die akut gefährdete Mutter ein. Gleichzeitig wurden drei Maßnahmen eingeleitet, die den Sprung verhindern sollten: So wurde ein Sprungpolster in wenigen Sekunden aufgeblasen. Auch eine Steckleiter wurde in Stellung gebracht, um unbemerkt an die verwirrte Person zu gelangen.

Was sich anschließend in dem Hinterhof in wenigen Sekunden abspielte, macht die Einsatzkräfte noch jetzt sehr betroffen: Trotz aller intensiven Bemühungen der Blauröcke warf die 33- Jährige zuerst den kleinen Säugling vom Balkon und sprang anschließend selbst aus dem 2. Obergeschoss gut fünf Meter in die Tiefe.

Bei dem Sturz zogen sich die 33- Jährige sowie der Säugling schwere und lebensgefährliche Verletzungen zu. Sofort wurden medizinische Maßnahmen eingeleitet. Mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 8“ wurde die Mutter in ein Bochumer Spezialkrankenhaus eingeliefert. Hierzu landete der Hubschrauber mitten auf dem Volmarsteiner Dorfplatz. Das Kind wurde mit einem Rettungswagen in ein Hagener Krankenhaus eingeliefert.

Mehrere Notfallseelsorger kümmerten sich anschließend um Familienangehörige sowie um die erschütterten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Feuerwehrchef Detlef Fuge: „Dies ist auch für uns kein herkömmlicher und ein sehr trauriger Einsatz. Wir haben alles Erdenkliche getan, um den Sprung zu verhindern. Doch leider vergeblich“.

Die Schutzpolizei Wetter war mit fünf Einsatzfahrzeugen unter Leitung des Ersten Polizeihauptkommissars Wilhelm Bögemann an der Einsatzstelle und nahm die Ermittlungen zu dem Unglück auf.

Neben den 35 Einsatzkräften der Feuerwehr Wetter waren weitere Einsatzkräfte aus dem gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis, wie Leitender Notarzt und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, gut drei Stunden an der Einsatzstelle.

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