Musterbrief-Aktion wegen Bereitschaftszeit-Regelung


Hamburg (BFV) – Aufgrund der von der EU geplanten Änderung der europäischen Arbeitszeitrichtlinie könnten Bereitschaftszeiten künftig nicht mehr automatisch komplett als Arbeitszeit gelten. Gegen die vorgesehene Änderung startet der Berufsverband Feuerwehr e.V. eine Musterbrief-Aktion.

Konkret plant die EU eine Unterteilung in so genannte „aktive“ und „inaktive“ Bereitschaftszeiten, wobei der inaktive Anteil nicht mehr als Arbeitszeit anerkannt werden soll. Der Berufsverband Feuerwehr e.V. reagiert darauf mit Unverständnis und befürchtet über diesen Umweg eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit bei den Feuerwehren für die Zukunft. Auch, wenn Bundesarbeitsminister Scholz zurzeit versichert, dass Änderungen des Arbeitszeitgesetzes nicht geplant seien.

Nach der Einigung der 27 Arbeits- und Sozialminister muss nun das EU-Parlament für diesen Beschluss abstimmen. In erster Linie sind es die Abgeordneten des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, die federführend über die geplante Revision der Arbeitszeitrichtlinie im Ausschuss und Parlament zu entscheiden haben.

Der Berufsverband Feuerwehr e.V. startet deshalb eine Musterbrief-Aktion, um die EU-Abgeordneten mit Briefen und E-Mails davon zu überzeugen, ihr Veto gegen eine Verschlechterung des Gesundheitsschutzes für Feuerwehrleute einzulegen.

Hier die Musterbrief-Vorlage des Berufsverbandes Feuerwehr e.V. (pdf): musterbrief_eu

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