Münchner Rettungshundeteam siegt bei Großübung


Die Münchner Johanniter Bea und Alexander von Gneisenau (2.u.3.v.l.) bei der Besprechung der Suchtaktik. (Foto: Johanniter/Daniela Gassen)

München/Bad Berka (JUH) – Die Münchner Johanniter-Hundeführerin Bea von Gneisenau und ihr Rettungshund Kiwi sowie Gruppenführer Alexander von Gneisenau gingen am 24. Juni aus einer 36 Stunden dauernden Katastrophenschutzübung in Thüringen als Beste hervor.

Beim diesjährigen Rescue Camp traten sie gemeinsam mit einer Rettungshundeführerin der Johanniter aus Stralsund und einer Hundeführerin des Bundesverbands Rettungshunde als Suchteam an.

An acht Stationen wurde von den insgesamt 13 teilnehmenden Teams neben der reinen Suche die Einsatztaktik, Erste Hilfe, Sprechfunk, Orientierung im Gelände und Teamarbeit bewertet. “Die Aufgaben waren komplex. So musste zum Beispiel plötzlich ein reißender Fluss überquert werden, um auf der anderen Seite nach den Vermissten zu suchen”, erzählt Gruppenführer Alexander von Gneisenau. “Daher war insbesondere das Zusammenspiel der einzelnen Mitglieder unseres Teams und der taktische Einsatz in der Fläche und in den Trümmern entscheidend.”

Das Rescue Camp findet jährlich nach internationalen Katastrophenschutzregeln statt. In diesem Jahr war das angenommene Szenario eine Katastrophe, wie es sie hierzulande noch nie gegeben hat Das Weimarer Land wurde von einem Erdbeben erschüttert. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben und Hunderte galten als vermisst. Die Rettungshundeteams suchten in der Weimarer Parkhöhle, einer alten Porzellanfabrik, alten Industrieanlagen sowie in großen Waldflächen nach verletzten und vermissten Menschen. Beim Rescue Camp wird speziell das richtige Verhalten der Teilnehmer bei einem internationalen Einsatz, die autarke Versorgung und die Sicherheitsausrüstung der Teams bewertet. In der Übung arbeiteten die Teilnehmer auch eng mit der Bundeswehr zusammen und trainierten dabei die Schnittstelle zwischen Bundeswehr und den Hilfsorganisationen.

Mit dem Sieg brachte die Johanniter Rettungshundestaffel nicht nur ein zweites Mal in Folge den Pokal nach München, sondern auch das Fieldcamp nach Bayern. 2013 wird die Katastrophenschutzübung rund um die Landeshauptstadt stattfinden.

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