München: Digitalfunk mit Problemen


München (rd.de) – Am vergangenen Freitag beriefen sich Presseberichte auf die Münchner Polizei, als Sie über technische Schwierigkeiten mit dem Digitalfunk berichteten, die zu einem Abschalten des Netzabschnitt Münchens geführt haben sollen.

Das zuständige Bundesamt für den Digitalfunk (BDBOS) stellt hierzu richtig, der Digitalfunk sei nicht abgeschaltet worden. Richtig ist allerdings, dass es technische Schwierigkeiten mit einem zuverlässigen Verbindungsaufbau gegeben haben soll. Die Einsatzkräfte funken seit Freitag wieder analog.

In München wird der digitale BOS-Funk seit Dezember 2010 in einem erweiterten Probebetrieb zum Einsatz gebracht. Seinen ersten realen Belastungstest hat das System offensichtlich nicht bestanden. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, klappten die Verbindungen nicht und es drangen nur Wortfetzen der Funksprüche durch. Die Probleme konnten zwei Tage lang nicht behoben werden. Jetzt funkt die Polizei in München sicherheitshalber wieder analog.

3 Responses to “München: Digitalfunk mit Problemen”

  1. Manuel on Februar 22nd, 2011 12:40

    Die hier genannten Probleme sind exakt das, was ich seit Jahren u.a. auch bei Rettungsdienst.de postete, und deshalb teils aufs Übelste persönlich angegangen wurde, Stichworte „fachliche Inkompetenz“, „grottenschlechte Recherche“, „Schmähkritik“, etc… Z.B. zeigen sich die mangelnde Belastbarkeit, fehlerhafte Verbindungen, schlechte Gesprächsqualität seit Jahren u.a. in Holland. Das niederländische Innenministeriurm bestätigte diese Probleme. Die 4 Feuerwehrgewerkschaften forderten im Sept. 2010 die sofortige Rückkehr zum Analogfunk. Die Feuerwehr orderte bereits Anfang 2009 mind. 700 Kennwood-Analogfunkgeräte.

    Die Münchener BDBOS-Stellungnahme ist vom Prinzip nicht neu: Probleme klein reden, abwiegeln etc…Im übrigen wurden z.B. bei Frontal21, ARD-Report-München etc…jegliche Stellungnahmen vor laufenden Kameras zum konkreten Problem-Sachverhalt verweigert.

    Meinem pers. Eindruck nach dient das BOS-Digitalfunk-Projekt nur einem Ziel: Der Gewinnmaximierung von Lobbyisten in dem Gebiet, ohne tatsächliche Verbesserung der Kommunikationsinfrastruktur für Einsatzkräfte und Bevölkerung. Der Münchener Merkur brachte es auf den Punkt „altbewährter Analogfunk…..“

    Ob dies Posting trotz unverhohlener und dennoch offensichtlich zutreffender Kritik veröffentlicht wird, wird sich zeigen.

  2. ASBRettSan on Februar 22nd, 2011 14:00

    Wir sind nach auf Analog und ich wäre auch nicht böse, wenn das so bleibt.

  3. wireless on Februar 23rd, 2011 16:54

    Mir wäre es lieber, die – nunmehr – 900 Millionen (!!!) für den bayerischen Digitalfunk, bei denen es sicherlich am Ende nicht bleibt, würden in die Rettungsstationen investiert – Personal weniger belastet und zu Spitzenzeiten verstärkt. Und ich freue mich, dass auch heute – mit Analogfunk wohlgemerkt – die Retter so schnell vor Ort sind.

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