München: Leitstellendisponent rettet Säugling per Telefon


München (BF) – Ein Leitstellendisponent der Feuerwehr München hat am Mittwoch (31.05.2017) einem acht Wochen alten Säugling in Kassel das Leben gerettet. Das Baby bekam keine Luft mehr. Der Disponent half per Telefon.

Der zuständige Münchener Leitstellendisponent handelte umgehend und verständigte seine Kollegen in Kassel. Er hielt über den Festnetzanschluss den Kontakt zur Anruferin. Diese wiederum stellte ihr Mobiltelefon auf Lautsprecherbetrieb und übersetzte ihrer Schwester so die Anweisungen für die Erste Hilfe. Denn die Mutter aus Kassel ist der deutschen Sprache nicht mächtig.

Der Leitstellendisponent konnte am eigenen Telefon das Geschehen in Kassel verfolgen. Er forderte die Mutter, den Säugling mit dem Bauch und Kopf nach unten auf ihren Unterarm zu legen. Anschließend wies er die Mutter an, mit vorsichtigen Klopfen der anderen Hand dem Kind zwischen die Schulterblätter zu schlagen.

Bei Ankunft der Rettungskräfte atmete das Kind bereits wieder selbstständig. Nach der Erstversorgung brachte der Rettungsdienst den Säugling in eine Kinderklink gebracht. Nach zwei Tagen konnte das Baby wohlbehalten entlassen werden.

(06.06.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

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