München: Defis in allen U-Bahnhöfen


München (MVG) – In jedem der 100 Münchner U-Bahnhöfe gibt es jetzt Notfallsäulen auf den Bahnsteigen und in den Zwischengeschossen.

Wie die Stadtwerke München am 27. Dezember 2013 mitteilten, wurden seit Ende 2009 insgesamt 454 Einheiten aufgestellt. Die Säulen bündeln sämtliche Sicherheitseinrichtungen an zentraler Stelle. Lediglich im Zwischengeschoss am Marienplatz stünden wegen der laufenden Modernisierung derzeit noch keine Einheiten.

Die MVG-Notfallsäulen sind in der Signalfarbe Rot gehalten und an ihrer Spitze mit den Buchstaben SOS gekennzeichnet. Integriert sind Notruf und Inforuf, Nothalt (am Bahnsteig) und Feuerlöscher. Mindestens eine Säule pro Bahnhof enthält außerdem einen automatisierten externen Defibrillator (AED). Damit sei auch bei diesen Geräten die Vollausstattung erreicht. Die Säulen kosteten insgesamt 3,8 Millionen Euro. Die Defibrillatoren wurden über Spendengelder finanziert.

Seit dem Start des U-Bahn-Projekts vor rund elf Jahren wurden bereits mehr als 20 Menschenleben durch den Einsatz von Defibrillatoren gerettet. Um eine Vollausstattung aller 100 U-Bahnhöfe mit jeweils mindestens einem Gerät zu ermöglichen, hatten die SWM zuletzt zweckgebunden 66.000 Euro an den Verein „München gegen den plötzlichen Herztod“ gespendet. Dieser beschafft die AED-Geräte und stellt sie der Berufsfeuerwehr München zur Verfügung, die wiederum die AED-Standorte mit der MVG auswählt und entsprechend bestückt.

4 Responses to “München: Defis in allen U-Bahnhöfen”

  1. Jörn on Januar 6th, 2014 07:13

    Das freut mich sehr! Ich kann mich persönlich noch sehr gut an den ersten Kontakt mit Herrn Dr. Assal erinnern… 🙂 Der Münchner Stadtrat brachte die Björn Steiger Stiftung mit ins Boot, um die heutige MVG (damals noch Stadtwerke München) von der Richtigkeit „seiner“ Aktion zu überzeugen – und wir haben ihn dabei gerne unterstützt.

    Allerdings scheiterte bis dato unser damaligs propgagiertes Ziel, auch alle S-Bahn-Stationen der Deutschen Bahn AG in München und im Umland mit AEDs auszustatten. :-/ Die Verantwortlichen bei der Bahn machten Störströme aus, die eine Stationierung von AEDs unmöglich machen würden. Dabei hatten die ÖBB bereits Feldversuche unternommen, die dies eindeutig widerlegten… Nun ja, auch in den Fernverkehrszügen der DBAG gibt es bis heute keine AEDs, während alle TGV der SNCF damit ausgestattet sind… 😉

    Frühmorgendliche Grüße aus dem Südwesten

  2. Jochen on Januar 8th, 2014 12:09

    München ist damit bundesweit ein wirkliches Vorbild. Zur Zeit werden alle Standorte erfasst und sind dann sowohl im Internet, als auch über die
    App: AED Locator auf Smatphones abrufbar.

  3. Jörn on Januar 8th, 2014 18:26

    (Public) AEDs / PADs retten Leben, wie ein aktueller Fall aus Augsburg zeigt: http://www.augsburger-allgemeine.de/friedberg/Neues-Geraet-hat-vielleicht-schon-ein-Leben-gerettet-id28352652.html vom 08.01.2014

    Vier Voraussetzungen müssen m. E. nur erfüllt sein:
    1. Der AED-(Standort) muss bekannt und jederzeit zugänglich sein. Übrigens: Das DIN-Hinweiszeichen D-E017: AED ist so ein „eye catcher“.
    2. Das AED-Gerät muss funktionsfähig / einsatzbereit sein.
    3. Der (potenzielle) Ersthelfer, egal ob medizinischer Laie oder „Halb- oder Vollprofi“ (vom Ersthelfer über den Sanitätshelfer, Rettungshelfer, Rettungssanitäter bis zum Rettungsassistenten/Notfallsanitäter, (Intensiv-)Gesundheitspfleger bzw. (Not-)Arzt, muss um die Wirksamkeit solch eines lebensrettenden Gerätes wissen
    und
    4. ihn im Fall der Fälle beHERZt einsetzen – und dabei das Absetzen einer korrekten Notrufmeldung durch Dritte – am besten EURONOTRUF 112 wählen (lassen) – nicht vergessen! 🙂

    Der (Notfall-)Patient wird es uns sicherlich danken…

    So einfach ist manchmal unsere (Retter-)Welt! 😉

    Abendliche Grüße nach Augsburg, München und sonst wohin

  4. Jörn on Januar 9th, 2014 19:23

    @all: Und wie man’s richtig macht, zeigt folgendes Video der DRK-Bereitschaft 14 aus Stuttgart-Degerloch:

    http://www.youtube.com/watch?v=9UVZiaV-gEM vom 12.10.2013

    Siehe auch: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.drk-degerloch-anleitung-fuer-lebensretter.490f39fa-df04-4b69-9f7e-98f96e4549b1.html vom 21.11.2013

    Abendliche Grüße aus dem Südwesten

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