Motoryacht aus Seenot gerettet


Neustadt (ots) – Am Mittwochnachmittag wurde die Besatzung des Bundespolizeischiffes BP 22 „Neustrelitz“ über UKW-Seefunk auf eine in Seenot geratene Motoryacht aufmerksam. Bundespolizei und Seenotretter kamen zu Hilfe.

Der sich auf Seestreife befindliche Bundespolizei-Hubschrauber „Pirol 848“ wurde sofort mit in die Rettungsaktion auf dem Kiel- Ostsee-Weg eingebunden. Die Motoryacht „Da Tiga“, die sich nach dem Eintreffen des Einsatzschiffes der Bundespolizei schon im Schlepp des Mehrzweckschiffes „Scharhörn“ der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord befand, hatte offensichtlich einen Motorschaden. Durch die schlechten Wetterverhältnisse drohte die Yacht voll Wasser zu laufen. Deren Besatzung trieb bereits manövrierunfähig eine Stunde in schwerer See.

Beide an Bord befindlichen Personen waren sehr erschöpft. Zwei Bundespolizisten der „Neustrelitz“ wurden auf den Havaristen übergesetzt und konnten den Motor kurzfristig wieder starten. Als die Motoryacht ihre Reise fortsetzen wollte, fiel der Motor jedoch erneut aus. Sie wurde daher vom Seenotrettungskreuzer „Arcona“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die auch für Bergemaßnahmen zuständig ist, den Hafen von Warnemünde geschleppt.

Die Schiffe der Bundespolizei befinden sich das gesamte Jahr rund um die Uhr in See und nehmen außerhalb des Küstenmeeres alle polizeilichen Aufgaben wahr. Innerhalb des Küstenmeeres ist die Bundespolizei für den Grenzschutz zuständig. Durch den hohen Präsenzgrad ist gewährleistet, dass die Einsatzmittel, zu denen Schiffe, Streifenboote und Hubschrauber gehören, schnell jeden Einsatzort erreichen können.

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