Motorhaube führte zu schwerem Unfall


Fahrzeugwrack des aufgefahrenen Opel Vectra.

Fahrzeugwrack des aufgefahrenen Opel Vectra.

Hildesheim (ots) – Gestern Abend (23.04.09) ereignete sich auf der A 7 im Kreis Hildesheim ein folgenschwerer Verkehrsunfall.

Bislang geht die Polizei davon aus, dass an einem Opel Kadett, besetzt mit mit einem 32-Jährigen und einem 22-Jährigen aus Mettmann, auf der linken Spur bei voller Fahrt die Motorhaube aufsprang, sodass dem Fahrzeugführer jegliche Sicht genommen war. Dem Fahrer gelang es noch, das Warnblinklicht einzuschalten und das Fahrzeug auf dem linken Fahrstreifen sicher zum Stillstand zu bringen.

Dem nachfolgenden 53-jährigen Fahrer eines Opel Vectra gelang es trotz einer sofortigen Vollbremsung und einem Ausweichmanöver nicht dem stehenden PKW auszuweichen. Der Vectra prallte mit hoher Geschwindigkeit auf den stehenden Pkw auf.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes überschlug sich der Opel Kadett und kam auf dem Dach zum Liegen. Das Fahrzeug wurde bis zu den Vordersitzen eingedrückt. Der Fahrzeugführer konnte sich schwerverletzt aus dem Fahrzeug befreien. Der Beifahrer wurde schwerverletzt im Fahrzeug eingeklemmt. Mit einer Brechstange gelang es der Polizei unter Mithilfe von Ersthelfern, zumindestens die Beifahrertür des Fahrzeuges zu öffnen.

Im Vectra wurde der 44-jährige Beifahrer leicht verletzt. Aus dem Opel Kadett liefen zu diesem Zeitpunkt noch erhebliche Mengen Kraftstoff aus, sodass zunächst erhöhte Brandgefahr bestand.

Im Zuge der Rettungsmaßnahmen kam ein Großaufgebot an Rettungskräften zum Einsatz. Neben mehreren Fahrzeugen der Berufsfeuerwehr und der Autobahnpolizei Hildesheim waren drei Rettungswagen, ein Notarztwagen und der Leitende Notarzt vor Ort. Die Verletzten wurden mit den Rettungwagen auf Hildesheimer Krankenhäuser verteilt. Außerdem waren die Autobahnmeisterei Hildesheim, eine Spezialfirma zur Fahrbahnreinigung und drei Abschleppwagen im Einsatz.

Zur Durchführung der Rettungsmaßnahmen, zur Unfallaufnahme, zur Fahrbahnreinigung und Fahrzeugbergung wurde die A 7 für zirka anderthalb Stunden vollgesperrt. Es kam zu einer Staubildung von etwa vier Kilometern. Um 20:43 Uhr konnte die Fahrbahn wieder vollständig freigegeben werden.

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