Motorboot in der Ostsee gesunken


Börgerende (DGzRS) – Was wie ein Routineeinsatz für die Seenotretter begann, wurde am Mittwochabend (18.06.2014) auf der Ostsee zur Rettung im letzten Augenblick.

Gegen 21.40 Uhr alarmierte die dreiköpfige Besatzung eines Motorbootes die Seenotleitung der DGzRS. Sie waren offenbar zum Angeln auf die Ostsee hinausgefahren und meldeten einen Motorausfall nahe der Heiligendammer Seebrücke.

Um 21.50 Uhr verließen daraufhin das mit freiwilligen Seenotrettern besetzte Seenotrettungsboot „Konrad-Otto“ Kühlungsborn und begannen die Suche. Telefonisch gab der Skipper an, sich in einem Seegebiet mit etwa zehn Meter Wassertiefe zu befinden. Das passte zwar nicht zur ursprünglichen Ortsangabe. Den guten Revierkenntnissen der Seenotretter war es aber zu verdanken, dass sie dennoch kurze Zeit später ein schwaches Licht voraus entdeckten.

Gegen 22.10 Uhr erreichte die „Konrad-Otto“ das etwa sieben Meter lange Motorboot vor Börgerende, östlich von Heiligendamm. In diesem Moment sackte das Heck des Havaristen plötzlich ab. Die drei Personen an Bord sprangen nach Aufforderung der Seenotretter augenblicklich in die 14 °C kalte Ostsee. Sekunden später sank das Motorboot.

Durch die Bergungspforte der „Konrad-Otto“ nahmen die Seenotretter die Schiffbrüchigen an Bord. Die Rettungsmänner versorgten sie mit wärmender, trockener Kleidung. Die Männer wiesen Zeichen einer Unterkühlung auf. Im Hafen warteten bereits drei Rettungswagen und zwei Notärzte, die sich um die Schiffbrüchigen kümmerten und sie in Kliniken brachten.

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