Mit Spike und Schleuderketten in den Einsatz


schneekettenschildBonn (rd.de) – Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Zum Wochenende sagen die Meteorologen ungewöhnliche Schneemengen voraus. Die Rettungsdienste sind vorbereitet.

In der heutigen Nacht krachte es nach Angaben der Polizei in Niedersachsen und Bremen im Minutentakt. Auf eisglatter Fahrbahn geriet auf der A27 ein Sattelzug außer Kontrolle und legte sich quer über die Fahrbahn. Die widrigen Wetterbedingungen machten auch Autofahrern auf der A1 zu schaffen. Die meisten Unfälle verliefen glimpflich.

Im eher milden Klima von Rhein und Ruhr sind manche Städte nicht auf so viel Winter eingestellt. In Ratingen sind die Lager für Streusalz und Granulat noch gut gefüllt, in Essen hingegen hofft man laut Presseberichten auf eine baldige Nachschublieferung. Schon jetzt denkt man über einen eingeschränkten Winterdienst nach.

Rotationskettensystem der Firma RUD (Foto: RUD)Die Fahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungsdienstes sind hingegen in der Regel gut auf widrige Witterungsbedingungen eingestellt. Winterreifen sind selbstverständlich.Für leichte wie schwere Nutzfahrzeuge werden zusätzlich immer häufiger so genannte Schleuderketten, die offiziell Rotationsketten heißen, eingesetzt. Sie werden an der Antriebsachse installiert und können auf Knopfdruck vor die Antriebsräder „geschleudert“ werden.

Eine weitere Möglichkeit, schlechten Straßenbedingungen zu begegnen, sind Spike-Reifen, also Winterreifen mit eingearbeiteten Metallstiften. Sie bieten gute Traktion, vor allem auf Glatteis. Doch sofern sich die Straßenverhältnisse wieder bessern, schmälern die Metallnägel die Fahreigenschaften auf Asphalt. Spike-Reifen sind übrigens seit 1975 in Deutschland für „normale“ Fahrzeuge nicht mehr zugelassen. Nur Einsatzfahrzeuge besitzen eine Ausnahmegenehmigung.

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