Mit Blaulicht im Wald verirrt


Daisbach (rd.de) – Der Job im Rettungsdienst bietet viele Stressfaktoren. Auf dem Weg zum Einsatzort aber gänzlich die Orientierung zu verlieren, gehört zu den ganz besonderen Stress-Höhepunkten. Im Untertaunus umkreiste ein ASB-Rettungswagen seinen Einsatzort nach offiziellen Angaben 42 Minuten lang.

Ein Paar war mit dem Mountainbike zwischen Daisbach und Kettenbach unterwegs, als die Frau einen schweren Sturz erlitt. Trotz ausführlicher Ortsbeschreibung durch den Lebensgefährten im Rahmen des Notrufs, fand die RTW-Besatzung die Einsatzstelle nicht.

Der Rettungswagen musste aus einer Nachbarwache herbeigerufen werden und die Besatzung hatte in diesem Waldgebiet keine eigene Ortskenntnis. Der Notrufer hörte den sich nähernden Rettungswagen, aber an der richtigen Einfahrt fuhr der Wagen stets vorbei. Mehrere Anrufe mit der Leitstelle später, war immer noch keine Rettung vor Ort.

Nach Angaben des Lebensgefährten der Verunfallten dauerte es 70 Minuten vom ersten Notruf bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Der Mann beschwerte sich schriftlich beim Landrat, wodurch der Vorfall öffentlich wurde. Die Leitstelle vermeldet eine Eintreffzeit von 42 Minuten. Der Einsatz sei nicht optimal gelaufen, räumte die Kreisverwaltung ein.

Die ganze Geschichte ist hier im Wiesbadener Tagblatt nachzulesen.

2 Responses to “Mit Blaulicht im Wald verirrt”

  1. Tino1 on Juli 23rd, 2010 10:56

    Ich hab ja nun schon viel erlebtim Rettungsdienst, aber das man 42 um einen Einsatzort kreist und nach 70 minuten erst Einsatzkräfte vor Ort sind ist echt der Hammer….

  2. fritz200683 on Juli 24th, 2010 15:43

    Hm, also das ist etwas komisch! Klar Fehler passieren, aber für solche Sachen gibt es eine Rettungskette Forst. Ja, sie ist zwar eigentlich für Forstunfälle gedacht, kann man aber auch zu Lenkung der Rettungsmittel für ander Sachen nutzen, deswegen kann ich das nicht so ganz nachvollziehen!

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