Mehr Sauerstoff für Brandenburg


Potsdam (PI) – Mit 70.000 Euro förderte das Land die Anschaffung von Sauerstoffverteilanlagen für Katastrophenschutz und Großschadenslagen.

Bei Unfällen mit vielen Verletzten ist die rasche Versorgung mit medizinischem Sauerstoff von lebensrettender Bedeutung. Deshalb förderte das brandenburgische Gesundheitsministerium im Vorjahr mit über 70.000 Euro die Beschaffung entsprechender Geräte bei den Rettungsdienstträgern des Landes. Gestern wurden in der Stadt Brandenburg an der Havel die ersten beiden mobilen Versorgungssysteme der dortigen Feuer- und Rettungswache übergeben.

Gesundheitsstaatssekretär Winfrid Alber unterstreicht die erweiterten Möglichkeiten einer wirksameren Rettung: „Mit dieser Technik können an einer Unfallstelle bis zu acht Verunglückte direkt versorgt werden. Diese Geräte gehen über das hinaus, was der Rettungsdienst derzeit in der Regel vorhalten muss. Ich freue mich, dass jetzt die Rettungskräfte der Landkreise und kreisfreien Städte mit dieser hochwertigen Medizintechnik ausgestattet werden können und somit noch besser für Massenunfälle gerüstet sind.“

Eine Arbeitsgruppe beim Gesundheitsministerium, die landeseinheitliche Einsatzplanungen bei Massenunfällen aufstellt, hatte den Vorschlag des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst der Stadt Brandenburg an der Havel aufgegriffen und die landesweite Anschaffung solcher Sauerstoffversorgungssysteme, die der sächsische Medizinprodukte-Hersteller Hesto-Med GmbH liefert, empfohlen. Die Maßnahme ist Bestandteil des geforderten Schutzpotentials im Falle eines Massenunfalls oder Katastrophe und ist mit der Neukonzeption des Innenministeriums für den Landeskatastrophenschutz abgestimmt.

Damit setzt das Land Brandenburg die Vorsorge im Falle solcher Großereignisse kontinuierlich fort. Erstmals sorgte es im Jahre 2002 angesichts der terroristischen Bedrohungslage für die Beschaffung zusätzlicher Sanitätsmaterialien und legte bei den Rettungsdienstträgern und sieben großen Krankenhäusern eine landeseinheitliche Reserve an Arzneimitteln und Medizinprodukten an. Darüber hinaus wurde zur besseren Koordinierung der überörtlichen Zusammenarbeit bei Massenunfällen und Katastrophen im Jahre 2007 die Ausstattung der Einsatzkräfte mit einem landeseinheitlichen Patientendokumentationssystem gefördert.

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