Mehr Klinikeinweisungen durch Kiffen


Frankfurt am Main (TK) – 50 junge Menschen im Alter zwischen zehn und 30 Jahren mussten nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wegen Cannabiskonsums in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Darunter 30 Teenager, von denen die jüngsten erst 15 Jahre alt waren.Damit ist die Zahl der Klinikeinweisungen unter jungen Kiffern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent gestiegen. Hochgerechnet auf die hessische Bevölkerung rechnet die TK im ersten Halbjahr 2008 mit insgesamt rund 140 jungen Cannabis-Opfern.

Denise Jacoby, Sprecherin der TK in Hessen warnt: „Regelmäßiger Cannabiskonsum kann das Risiko, an Psychosen wie beispielsweise Wahnvorstellungen oder Halluzinationen zu erkranken, um 40 Prozent erhöhen.“

Da das Rauschmittel Cannabis meistens in Verbindung mit Tabak konsumiert wird, können Menschen, die eigentlich Nichtraucher sind, durch den Konsum der Droge nikotinabhängig werden. „Darüber hinaus sind die Teerstoffe im Cannabis noch krebserregender als die im normalen Tabak. Drei bis vier Joints schädigen die Lunge so stark wie ungefähr 20 Tabakzigaretten“, so Jacoby.

Cannabis ist die gebräuchlichste Substanz unter den illegalen Suchtmitteln: Schätzungsweise jeder vierte Jugendliche in Hessen hat die Droge mindestens einmal konsumiert, darunter doppelt so viele junge Männer wie Frauen. Die TK bezieht sich bei ihren Angaben auf Versichertendaten der Ersatzkassen, bei denen in Hessen über 1,3 Millionen Menschen versichert sind.

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