MANV-Alarm nach Feuerwehreinsatz


MANV-Alarm nach Feuerwehreinsatz in Achim. Foto: DRKAchim (FF/DRK) – Insgesamt 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei mussten nach einem Brand in einer Kunststofffabrik nahe Achim (Kreis Verden) am Dienstag (15.10.2013) von Rettungsdienst versorgt werden. Es bestand der Verdacht, dass die Helfer mit giftigem Phosgen kontaminiert worden sind.

Ursprünglich hatte die Feuerwehr einen Brand in der Fabrik bekämpft. Eine Kunststoffmühle hatte Feuer gefangen, auch ein Silo hatte sich bereits aufgeheizt. Messungen einer Spezialeinheit während der Löschmaßnahmen ergaben, dass in der Luft eine erhöhte Konzentration von Phosgen vorhanden war. Phosgen setzt sich an den Aviolen fest und zersetzt sich dort in Kohlendioxid und Salzsäure. Derartige Vergiftungen enden nach zwei bis drei Stunden tödlich.

60 Einsatzkräfte untersucht

Es bestand der Verdacht, dass zahlreiche Einsatzkräfte Kontakt mit dem Gas hatten. Ein Großaufgebot von Rettungskräften rückte an. Insgesamt 60 Helfer wurden im Achimer Feuerwehrhaus entkleidet, abgeduscht und grob dekontaminiert.

Mehrere Notärzte und Rettungsassistenten untersuchten die Betroffenen im Anschluss. Sie konnten jedoch Entwarnung geben: Keine Einsatzkräfte erlitten Verletzungen durch das giftige Gas. Der Rettungsdienst musste zwei Feuerwehrleute für weitere Untersuchung in ein örtliches Krankenhaus transportieren, sie konnten die Klinik jedoch später wieder verlassen.

Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes waren insgesamt sechs Schnelleinsatzgruppen vor Ort. 80 Rettungsfachkräfte und rund zwei Dutzend Fahrzeuge kamen zum Einsatz. Die Feuerwehr betonte, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestand.

(Foto: DRK)

2 Responses to “MANV-Alarm nach Feuerwehreinsatz”

  1. Simon Polifka via Facebook on Oktober 16th, 2013 11:39

    Peinlich diese Schreibfehler für „Profis“

  2. Karsten Maier via Facebook on Oktober 16th, 2013 12:50

    Schon fies, wenn man im Gerätehaus kontaminiert wird…

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