Malteser stellen Sanitätsdienst auf der ISS sicher


Köln/Franz. Guyana. (MHD) – Jörg Röhrig und Christoph Zeller von den Maltesern werden im Auftrag der europäischen Weltraumagentur ESA den Sanitätsdienst für die ISS-Besatzung sicherstellen.

Heute ist der Start einer Trägerrakete vom Typ Ariane IV vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guyana zur internationalen Raumstation ISS vorgesehen. Für sechs Monate werden die beiden Malteser für den Sanitätsdienst an Bord der Internationalen Raumstation verantwortlich sein.

Die EU-Gesetzgebung sieht seit diesem Januar eine sanitäts- und rettungsdienstliche Begleitung solcher Weltraum-Missionen vor, die für die Helferinnen und Helfer des Malteser Hilfsdienstes ganz neue Dimensionen eröffnet. Notwendig wurde dieser Schritt der EU aufgrund des zunehmenden Verletzungsrisikos der ISS-Besatzungen bei Außeneinsätzen durch umher fliegenden Weltraumschrott.

Für diesen ersten Einsatz als Maltanauten haben die beiden Weltraumneulinge in den vergangenen Wochen und Monaten unter der Aufsicht des ehrenamtlichen Präsidenten des Malteser Hilfsdienstes und Diözesanweltraumbeauftragten, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, in dessen Garten, unter Ausschluss der Öffentlichkeit hart gearbeitet. „Beide sind jetzt top fit“, so von Brandenstein-Zeppelin, „und blicken gespannt ins All“.

Jörg Röhrig, gelernter Elektromeister, soll neben seiner Funktion als Stationssanitäter auch einige zusätzliche Aufgaben wahrnehmen. Er wird unter anderem die erst im vergangenen Jahr neu gebauten Zusatzkabinen auf der ISS verkabeln, um diese für die ersten Weltraumtouristen, die im Herbst 2010 zur ISS fliegen werden, herzurichten. „Die Vorbereitungen waren schon echt hart. Wir waren oft am Ende unserer Kräfte. Aber ansonsten war es schon sehr interessant, besonders die Übungen in der Schwerelosigkeit.“ Sein Kollege, Christoph Zeller, der für Presse und Kommunikation bei den Maltesern zuständig ist, wird ergänzend zu seiner medizinischen Arbeit auch für die Weltraumberichterstattung, die geplanten Videokonferenzen mit der ESA und die Kontakte zur NASA verantwortlich sein.

Bei den Maltesern in Köln ist man schon sehr gespannt auf die Berichte und Erfahrungen der Maltanauten.

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