Malteser helfen in L´Aquila


Köln/L’Aquila (Malteser) – Nach dem verheerenden Erdbeben vom 6. April in L’Aquila leben noch immer rund 36.000 Erdbebenopfer in Zelten. Seit Samstag, 20. Juni, sind zehn deutsche Malteser aus den Diözesen Bamberg, Erfurt, München und Passau im Einsatz.

Die Helfer verstärken Einsatzkräfte in von den italienischen Maltesern in San Felice d’Ocre und Poggio Roio betreuten Camps für die Erdbebenopfer. Die italienischen Malteser (CISOM, Corpo Italiano di Soccorso dell’Ordine di Malta) betreuen seit dem Erdbeben zwei Camps und sind für die nächsten zwei Monate von den nationalen Behörden weiter für die Versorgung beauftragt.

Im Rahmen der Kooperation der nationalen Hilfsdienste des Malteserordens haben die italienischen Malteser den deutschen Malteser Hilfsdienst gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst Austria um Unterstützung bei der Betreuung dieser Camps bis Ende August gebeten. Die Einsatzkräfte sind jeweils zehn Tage für den laufenden Betrieb verantwortlich, im Wesentlichen für die Zubereitung und Ausgabe von Verpflegung, Transporte, Logistik sowie die Reinigung und Überwachung von Gemeinschaftseinrichtungen.

Neben den Unterstützungsleistungen für die italienischen Malteser zum Betrieb der Camps in der Region L’Aquila wird das erste deutsche Team auch die weiteren Einsatzbedingungen vor Ort für die nachfolgenden Einsatzkräfte aus Köln, Augsburg, Münster, Essen und Osnabrück erkunden und die Basis für die Zusammenarbeit mit den Teams der anderen nationalen Malteser legen.

Seit heute soll das Gebiet rund um den Domplatz in L’Aquila zumindest für Fußgänger wieder offen stehen. Die italienische Regierung hat mit der Errichtung von Holzbungalows für die Obdachlosen außerhalb der Stadt begonnen. Die Zeltstädte sollen dann schrittweise abgebaut werden.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?