Mainz: Nächtlicher Wasserrettungseinsatz auf dem Rhein


Mainz (BF) – Den guten Ohren einer Anwohnerin aus der Uferstraße in Mainz hat eine junge Frau vermutlich ihr Leben zu verdanken.

Die Frau hörte am Freitag (27.12.2013) gegen 00:45 Uhr Hilfeschreie aus Richtung des Flusses und alarmierte Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Der Rettungsdienst rückte mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt-Einsatzfahrzeug an.

Nach dem Eintreffen konnten die Helfer schnell eine Person in Höhe des Mainzer Rathauses im Wasser entdecken. Die Frau klammerte sich an eine Kette und rief um Hilfe. Da der Rettungsdienst als erstes an der Einsatzstelle eintraf, informierte er die noch auf der Anfahrt befindlichen Kräfte der Feuerwehr über Funk über die Lage.

Die Besatzung des ersteingetroffenen Feuerwehrfahrzeuges rüstete sich umgehend mit Rettungswesten und Sicherungsleine aus. Die Taucher befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch auf der Anfahrt.

Die Einsatzkräfte merkten, dass die Kräfte der jungen Frau nachzulassen drohten. Würde sie loslassen, wäre sie von der starken Strömung des Rheins unweigerlich mitgerissen worden. Einer der mit Rettungsweste und Sicherungsleine ausgerüsteten Feuerwehrmänner stieg deshalb über eine Treppe ins eiskalte Wasser, um der Frau zu helfen. Doch kurz bevor der Mann die Frau erreichte, konnte sich diese nicht mehr halten. Sie trieb einige Meter ab, wobei ihr Kopf mehrmals unter Wasser geriet. Sprichwörtlich in letzter Sekunde, so die Feuerwehr, konnte der Feuerwehrmann die Frau aber doch noch packen. Mit vereinten Kräften wurden die beiden, im eiskalten Rhein treibenden Personen dann zur Treppe gezogen und die Stufen hinaufgetragen.

Die stark unterkühlte Frau wurde anschließend im Rettungswagen durch eine Notärztin und die Besatzung des Rettungswagens erstversorgt. Danach brachte man sie in die Notaufnahme einer Mainzer Klinik.

Ein für den Feuerwehrmann alarmierter Rettungswagen musste nicht mehr eingesetzt werden. Die Standheizung im Gerätewagen Wasserrettung sorgte dafür, dass sich der Helfer schnell aufwärmte. Die Untersuchung durch die Notärztin ergab lediglich eine leichte Unterkühlung.

Ergänzend weist die BF Mainz darauf hin, dass lediglich ein einziger Notruf bei Polizei und Feuerwehr aufliefen. Mehrere Personen hätten sich zu dieser Zeit allerdings am Rheinufer aufgehalten. Das Verhalten „Ein anderer ruft schon an“ hätte tragisch enden können, so die Feuerwehr.

Die Umstände, wie und weshalb die Frau in den Fluss geriet, sind unbekannt.

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