Magdeburger Hubschrauber als Notarztzubringer gefragt


Foto: DRF LuftrettungMagdeburg (DRF) – Im Bereich von Magdeburg, wo zwei Hauptverkehrsadern aufeinander treffen, kommt es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Zur Versorgung von Verletzten alarmieren die zuständigen Rettungsleitstellen häufig den Hubschrauber der DRF Luftrettung aus Magdeburg, da dieser innerhalb kürzester Zeit einen Notarzt und einen Rettungsassistenten einfliegen kann.

So kam es, dass die Besatzung von „Christoph 36“ am 30. Oktober gleich drei Mal auf die Autobahnen A2 und A14 alarmiert wurde. Am frühen Mittag wurde die Crew von der Leitstelle Salzland zu einem Unfall auf der A14 nahe Staßfurt gerufen. Der Rettungshubschrauber benötigte nur wenige Flugminuten zur Einsatzstelle, wo der Pilot die Maschine in unmittelbarer Nähe zum Unfallfahrzeug auf der Autobahn landete.

Ein mit zwei Personen besetzter Pkw war ins Schleudern geraten, hatte sich überschlagen und war unterhalb einer Böschung liegengeblieben, nachdem es beim Überholen auf den Grünstreifen geraten war. Dabei wurde der Fahrer (30) leicht verletzt, seine Beifahrerin (35) hingegen schwer, sie wurde unter dem Pkw eingeklemmt. Bodengebundene Einsatzkräfte, die bereits zuvor alarmiert worden waren, hatten den Fahrer schon versorgt und in einen Rettungswagen (RTW) verbracht.

Indes war die Feuerwehr noch dabei, die Beifahrerin zu befreien. Parallel dazu leiteten Notarzt und Rettungsassistent der DRF Luftrettung Maßnahmen für die Reanimation der Patientin ein. Nachdem die Frau befreit worden war, wurde sie künstlich beatmet, eine Thoraxdrainage wurde gelegt und das Becken stabilisiert. Anschließend wurde die Patientin in äußerst kritischem Zustand in das Universitätsklinikum Magdeburg transportiert.

Zur Station zurückgekehrt, betankte Pilot Björn Hüdepohl den rot-weißen Rettungshubschrauber und die medizinische Besatzung füllte den Notfallkoffer auf, da ging schon die nächste Alarmierung ein. Auf der A2 zwischen Bornstedt und Uhrsleben war ein mit zwei Personen besetzter Pkw in eine Leitplanke gefahren. Die Rettungsleitstelle Börde forderte „Christoph 36“ an, der nach nur sieben Flugminuten am Einsatzort eintraf. Die medizinische Hubschrauberbesatzung untersuchte die Patienten, die einen Schock erlitten hatten. Bei der Beifahrerin bestand zudem der Verdacht auf ein Schädelhirntrauma. Fahrer und Beifahrerin wurden versorgt und bodengebunden in das Städtische Klinikum nach Magdeburg transportiert.

Die Crew von „Christoph 36“ war gerade auf dem Rückflug zur Station, als sie durch die Leitstelle Salzland über die Leitstelle Magdeburg wiederholt auf die A14 gerufen wurde. Dort hatte sich aufgrund des ersten Unfalls ein Stau gebildet, an dessen Ende drei Fahrzeuge miteinander kollidiert waren. Sechs Personen waren dabei verletzt worden. Kaum hatte Björn Hüdepohl den Rettungshubschrauber an der Unfallstelle gelandet, begannen Notarzt und Rettungsassistent von Christoph 36 gemeinsam mit einem bodengebundenen Notarzt und weiteren Einsatzkräften mit der Versorgung der Patienten. Anschließend begleitete der Hubschraubernotarzt einen der Patienten in das Uniklinikum nach Magdeburg. Der junge Mann hatte sich den linken Oberschenkel gebrochen und ein Schädelhirntrauma erlitten.

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