LÜKEX: Operativer Übungsteil beendet


LÜKEX 2010 am Flughafen Köln/Bonn (Foto: Flughafen CGN)Köln (BF/rd.de) – In den frühen Abendstunden endete gestern der operative Teil der Katastrophenschutzübung auf Kölner Stadtgebiet. Insgesamt, so berichtet die Kölner Feuerwehr, wurden 67 Patienten in 13 Krankenhäuser transportiert.

Bestandteil der Übung war ein Massenanfall von Verletzten auf dem Rollfeld des Flughafen Köln/Bonn. Angenommen wurde der Beschuss einer Passagiermaschine mit einer Bodenrakete. In diesem Szenario waren 77 Verletzte zu versorgen.

Im Folgeanschlag auf einem Kasernengelände in Wahn hatte sich zeitversetzt ein Attentäter mit einer „schmutzigen Bombe“ in die Luft gesprengt. Dort bestand der Verdacht, dass 22 Personen mit radioaktivem Material in Berührung gekommen waren.

Insgesamt wurden 67 Patienten in 13 Kölner Krankenhäuser gefahren, die im Rahmen dieser Übung ihre eigenen Notfallpläne überprüften.

Der städtische Krisenstab unterstützte die Einsatzleitung der Feuerwehr und bekam weitere zu bewältigende Lagen eingespielt. Sowohl die Arbeit des Krisenstabs der Stadt Köln, als auch der Einsatzkräfte am Flughafen und in Wahn wurden durch Übungsbeobachter des Innenministeriums beaufsichtigt.

Im Rahmen der ebenfalls gemimten Pressearbeit wurden die offiziellen Auskunftsstellen gezielt überlastet. Die fiktiven Zeitungsartikel übten harte Kritik an der Arbeit der Krisenstäbe, berichten Beobachter.

Die Übungsauswertung erfolgt in den kommenden Wochen. Erst im Mai ist ein Abschlussbericht zu erwarten.

An dem Kölner Übungsteil waren rund 2580 Kräfte beteiligt, davon allein 800 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus Köln und den umliegenden Kreisen. Es handelt sich damit um die größte Katastrophenschutzübung seit Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalen.

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