Luftunterstützung für die Rettung im Kreis Ludwigsburg


Ludwigsburg (rd.de) – Die Hilfsfristen des Rettungsdienstes im Kreis Ludwigsburg werden länger. Nur noch 88,6 % der Rettungswagen erreichen ihre Einsatzorte unter 15 Minuten. Der Kreis fordert nun verstärkt Luftunterstützung an.

Verfehlten die Eintreffzeiten im Jahr 2009 mit 92,5 % statt der geforderten 95 % die Zielvorgabe von maximal 15 Minuten knapp, waren 2010 nur 88,6 % der Rettungsmittel rechtzeitig vor Ort. Dies ist das Ergebnis einer kleinen Anfrage des SPD-Abgeordneten Wolfgang Stehmer (SPD) zur Einhaltung der Hilfsfristen beim Sozialministerium in Baden-Württemberg.

Der Abgeordnete hat sich darüber geärgert, dass das Sozialministerium im Januar noch unverblümt den Eindruck erweckte, dass Verbesserungsmaßnahmen schon längst eingeleitet wurden und nur noch der Bestätigung durch die Statistik 2010 bedurften. Tatsächlich kann die Hilfsfrist in 29 der 39 Gemeinden im Kreis nicht eingehalten werden. Die schlechteste Rettungsdienstvorsorge hat demnach Eberdingen mit einem Wert von 21,7 %, danach Hemmingen mit 49,4 %. Gerlingen, Oberstenfeld und Vaihingen liegen ebenfalls unter 70 %.

Nach einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten werden nun verstärkt Rettungshubschrauber aus Pattonville und Leonberg alarmiert, um die Hilfsfristen zu verkürzen. Vor allem die schlecht versorgten Gemeinden im Strohgäu und im Bottwartal sollen davon profitieren.

Dem Ende April aus dem Amt scheidenden SPD-Abgeordneten Wolfgang Stehmer reicht diese fliegende Notlösung nicht: Der bodengebundene Rettungsdienst müsse seine Einsatzorte fristgerecht erreichen.

One Response to “Luftunterstützung für die Rettung im Kreis Ludwigsburg”

  1. Jörn Fries on April 15th, 2011 08:12

    … zumal laut RettDG BW die Helicopter-Einsätze NICHT auf die Hilfsfrist angerechnet werden dürfen!

    Dafür verkürzen sie immerhin das sogenannte Therapie-freie Intervall, was letztendlich dem Notfallpatienten zu gute kommt.

    Sonnige Gru

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