Loveparade fordert 20. Todesopfer


Duisburg (ots) – Wie die Polizei mitteilte, erlag am Montagabend eine 21-jährige Frau im Krankenhaus ihren Verletzungen, die sie sich am Samstag bei der Loveparade in Duisburg zugezogen hatte. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer auf 20. Über 500 Menschen wurden bei der Tragödie verletzt.

Während der Loveparade waren rund 4.100 Polizisten aus NRW, anderen Bundesländern und der Bundespolizei eingesetzt. Mehr als doppelt so viel wie bei der Loveparade 2007 in Dortmund. Darüber hinaus waren nach dem Unfall über 5.600 Rettungskräfte und Feuerwehrleute aus ganz NRW im Einsatz.

Im Vorfeld hatten die Malteser, die federführend für den Sanitätsdienst während der Lobeparade 2010 zuständig waren, mitgeteilt, dass für die Sicherheit an der Strecke mehr als 80 Spezialfahrzeuge der Hilfsorganisationen, über 1.200 Helfer und 59 Notärzte bereitstünden. „Dieser Einsatz“, sagte im Vorfeld des Events Gesamteinsatzleiter Markus Fischer, „stellt die größte Herausforderung an die vier Hilfsorganisationen in den vergangenen 50 Jahren dar.“ Auf dem Veranstaltungsgelände und an den Zuwegen vom Hauptbahnhof zum Gelände hatten ASB, DRK, Malteser und Johanniter 30 Sanitätsstationen eingerichtet.

Die Einsatzkräfte der vier Hilfsorganisationen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Duisburg. Die Meisten hatten bereits Loveparade-Erfahrungen in Berlin, Essen und Dortmund sammeln können.

„In Duisburg ist mir von eingesetzten Verantwortlichen gesagt worden, dass die Zusammenarbeit beim Rettungseinsatz gut geklappt hat“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger am Montag. Gemeinsam mit Vertretern der NRW-Landtagsfraktionen dankte der Innenminister allen Einsatzkräften von Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Polizei, die am Samstag bei der Loveparade in Duisburg eingesetzt waren. „Das war für alle ein ganz schwieriger Einsatz. Viele von ihnen sind bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit gegangen und haben nach dem schrecklichen Ereignis so schnell wie möglich gehandelt und Verletzte und Betroffene medizinisch und psychologisch betreut. Das verdient unsere Hochachtung“, sagte der Innenminister in Düsseldorf.

Die Polizei weist nach den dramatischen Ereignissen während der Loveparade auf ihr Bertreuungsangebot für Menschen hin, die aufgrund ihrer Erlebnisse im Rahmen der Loveparade ein persönliches Betreuungsangebot in Anspruch nehmen möchten. Betroffene können sich unter der Telefonnummer 0201/ 82 98 091 oder unter der E-Mail Adresse Betreuungsangebot.Loveparade@polizei.nrw.de rund um die Uhr mit der Polizei in Verbindung setzen.

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