Lose Radmuttern gefährden Rettungsdienst-Mitarbeiter


Cloppenburg (rd.de/ots) – Nachdem Anfang 2014 an Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr Bergisch Gladbach (NRW) gelockerte Radmuttern für Aufsehen sorgten, scheinen jetzt vor allem Privatfahrzeuge von Rettungsdienst-Mitarbeitern in der Region Cloppenburg sowie Oldenburg (Niedersachsen) betroffen zu sein.

Die Polizei teilte mit, dass in der Zeit von Montag, 22.09.2014, 15.00 Uhr, bis Sonntag, 28.09.2014, 06.30 Uhr, Unbekannte vier Radmuttern an einem Hinterreifen des Wagens eines Rettungsdienst-Mitarbeiters gelockert haben. Der 24-Jährige bemerkte am frühen Sonntagmorgen während der Fahrt von Essen nach Cloppenburg, dass sein Wagen merkwürdig schlingerte. Als er dem Problem nachging, stellte der Mann die gelösten Radmuttern fest.

Darüber hinaus wurden der Polizei im Laufe der Woche weitere Fälle derselben Art bekannt. Auch hier seien Radmuttern an Privat-Pkw von Rettungsdienst-Mitarbeitern gelöst worden. In zwei Fällen sollen die Taten nach Polizeiangaben bereits am 12.06.2014 und am 25.08.2014 in Friesoythe begangen worden sein. Ob ein Zusammenhang zwischen den Taten bestehe, könne momentan nicht gesagt werden, so die Polizei.

Der in Bremen erscheinende „Weser-Kurier“ berichtet in diesem Zusammenhang unter anderem auch über gelöste Radmuttern an einem Rettungsfahrzeug der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Ahlhorn. Hier trat das Problem offenbar am vergangenen Samstag (27.09.2014) während einer Einsatzfahrt auf.

„Eine derartige Manipulation an Fahrzeugen stellt kein Kavaliersdelikt dar“, warnt die Polizei. Es erfülle den Straftatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren sei eingeleitet worden. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Cloppenburg, Tel. 04471/18600, zu melden.

(02.10.2014)

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