Lönneberga in Eching


Behutsames Auftrennen des Topfes (Foto: Feuerwehr München)München (BF) – Genau wie der Kinderbuchheld „Michel aus Lönneberga“, stülpte gestern ein zweieinhalb Jähriger einen Topf über den Kopf und blieb stecken. Bei der Rettung war handwerkliches Geschick und Fingerspitzengefühl gefragt.

Es handelte sich nämlich nicht, wie in der Romanvorlage um einen Tontopf der sich mit einem Schürhaken zerschlagen ließ, sondern um einen massiven Emailtopf. Weder die Oma, die den Jungen beaufsichtigt hatte, noch die hinzugerufenen Nachbarn und der Notarzt konnten den Kleinen befreien.

Genau für solche, im wahrsten Sinne des Wortes, verzwickten Fälle hält die
Berufsfeuerwehr München in der Hauptfeuerwache spezielles Werkzeug bereit. Ein Löschfahrzeug rückte zur Einsatzstelle aus. Nachdem der Bub vom Notarzt sediert war, kam eine biegsame Welle mit einer feinen Trennscheibe zum Einsatz. Die Beamten trennten sehr vorsichtig eine Flanke des Topfes auf und konnten ihn dann so weit aufbiegen, bis der zweieinhalb Jährige befreit werden konnte.

Der Bub blieb augenscheinlich unverletzt, kam aber zur genaueren Abklärung in ein Münchner Krankenhaus.

Damit er den Schreck besser verarbeiten kann, boten die Feuerwehrmänner dem kleinen Mann einen Besuchstermin in der Münchner Hauptfeuerwache an. Bei diesem Angebot konnte er natürlich schon wieder strahlen.

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