Lob für First-Responder-Einheit Mölschbach


Kaiserslautern (pm) – Voll des Lobes und der Anerkennung waren die Gäste, die sich anlässlich des 100. First-Responder-Einsatzes bei der Freiwilligen Feuerwehr in Mölschbach eingefunden hatten.

„Die Männer der First-Responder-Einheit haben mehrfach effektiv Leben gerettet“, freute sich der Feuerwehrdezernent Peter Kiefer. Als Mitglieder der ersten First-Responder-Einheit in Stadt und Landkreis Kaiserslautern seien sie Männer der ersten Stunde. Kiefer hob vor allem die große Einsatzbereitschaft und das starke ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrmänner hervor, „die sich einer solchen verantwortungsvollen Aufgabe stellen und sich in ihrer Freizeit intensiv im medizinischen Bereich fortbilden“. Verstärkung erhält das Team zukünftig von Dr. Michael Christmann, den Kiefer als zwölften Mann der Einheit verpflichtete. Konrad Schmitt, Direktor des Referates Feuerwehr und Katastrophenschutz, überreichte dem Mölschbacher Neuzugang einen Funkmeldeempfänger zu dessen Alarmierung. Zur Unterstützung ihrer Arbeit erhielt die First-Responder-Einheit ein Spineboard, eine spezielle Trage, mit der verletzte Personen in engen Einsatz-Lagen transportieren werden können.

Die First-Responder-Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Mölschbach wurde im Oktober 2005 ins Leben gerufen. „Jede Minute zählt“, meinte Zugführer Roland Baumgart, bevor er ein paar der Einsätze schilderte, bei denen seine Truppe zur Stelle war. So konnten beispielsweise 2006 und 2008 zwei kleine Kinder erfolgreich reanimiert werden, auch einem 56- und einem 68-jährigen Mann konnte geholfen werden, „ohne dass für die Betroffenen bleibende Schäden zurückblieben“. Am emotional schwierigsten, aber auch am bewegendsten sei die Rettung eines Feuerwehrkollegen gewesen, der ohne die First Responder heute nicht mehr am Leben wäre.

Ortsvorsteher Jörg Walter dankte der First-Responder-Einheit für ihre zahlreichen Einsätze und die Bereitschaft, sich für die Menschen von Mölschbach zu engagieren. In einem kurzen Rückblick ging er auf die Historie der Truppe und ihre immense Bedeutung für den Ortsteil ein. So hätten die Mölschbacher damals bei ihrem Neujahrsempfang Geld für den Automatisierten Externen Defibrilator, das Herzstück der First-Responder-Ausrüstung, mit dem beispielsweise bei einem Herzinfarkt die Herz-Kreislauf-Tätigkeit wieder hergestellt werden kann, gesammelt. Der ehemalige Zugführer Robert Zinßmeister sei zuerst privat in Vorkasse getreten, um dieses für Mölschbach so wertvolle Gerät zu finanzieren. „Die geschilderten Einsätze der First Responder zeigen, wie wichtig das Gerät für Mölschbach ist!“ Die besondere Lage des Ortsteils machte die Gründung dieser Einheit notwendig, da der Rettungsdienst nicht so schnell vor Ort sein kann.

„Die Männer der First-Responder-Einheit leisten hervorragende Arbeit“ wusste auch Alfred Grard, Kaiserslauterer Feuerwehrarzt, zu berichten. Zusammen mit zwei Ausbildern des DRK, Jürgen Krone und Markus Edinger, hatte er die Ausbildung der Mölschbacher Feuerwehrmänner übernommen. Diese mussten einen 80-stündigen Lehrgang absolvieren, bei dem sie unter anderem auch in die Bedienung der verschiedenen Geräte eingewiesen wurden. „In jedem Jahr sind weitere Aus- und Fortbildungen erfolgt, um die Gruppe immer auf dem neuesten Wissensstand zu halten“, so Grard, der stolz auf die Leistung seiner Lehrgangsteilnehmer ist. Auch die Kolleginnen und Kollegen des Notfalldienstes seien voll des Lobes über die Truppe, die das therapiefreie Intervall fachmännisch überbrückt.

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