LKW fiel vom Autozug. Fahrer tot


Flensburg (rd.de) – Gestern Nachmittag ereignete sich auf dem traditionsreichen Hindenburgdamm der Bahnstrecke Hamburg-Westerland (Sylt) ein höchst ungewöhnlicher Unfall. Die Bilanz: Ein Toter, ein Verletzter.

Ein mit Dämmstoffen beladener LKW mit Anhänger stürzte von einem Flachwagen des „DB Sylt-Shuttle“. Der 32-jährige Fahrer wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und schwer verletzt. Der Zugchef zögerte nicht, sondern sprang ins Wasser, um dem Lastwagenfahrer zu retten. Hierbei zog er sich Unterkühlungen zu und musste ärztlich versorgt werden.

Der LKW-Fahrer wurde geborgen und vom Rettungsdienst versorgt, doch der Verunglückte verstarb aufgrund seiner schweren Verletzungen noch am Unfallort.

Zeugenaussagen sprachen von einer weiteren Person, die möglicherweise über Bord gegangen sein könnte. Der Vermutung wurde mit einer Suchmaßnahme aus der Luft Rechnung getragen. Es wurde dafür eine „Seaking“ der Bundeswehr sowie ein Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt. Die Suchmaßnahme brachte jedoch kein Ergebnis.

Als Unfallursache kommt nach bisherigem Kenntnisstand eigentlich nur eine starke Windböe in Frage. Zum Unfallzeitpunkt herrschte immerhin Windstärke 8 bis 9 aus Süd-Südwest. Bei solchen Wetterbedingungen werden unbeladene Lastwagen auf dem Flachwagen der Bahn mit Gurten gesichert. Der verunglückte Lastwagen war hingegen beladen – dies jedoch mit federleichtem Styropor.

Der Flachwagen und der LKW wurden durch die Staatsanwaltschaft zur Unfallermittlung beschlagnahmt.

Die Bahnstrecke rund drei Stunden gesperrt und die Insel somit vom Festland abgeschnitten. Die Bergung des LKWs musste aufgrund der Wetterlage zunächst abgebrochen werden.

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