LKW-Fahrer wurde aus Führerhaus befreit


Hannover (BF) – Auf der A2 ereignete sich gestern Vormittag (20.4.09) ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein polnischer LKW-Fahrer massiv in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde.

Um 09:20 Uhr erhielt die Feuerwehr Hannover die Meldung über einen Auffahrunfall mit zwei beteiligten Lastkraftwagen auf der BAB 2. Ein weiterer Anrufer berichtete sogar von einem dritten beteiligten LKW.

Aufgrund der Meldung wurden umgehend ein Löschzug der Berufsfeuerwehr, ein Feuerwehrkran sowie ein Fahrzeug mit speziellen Gerätschaften für die schwere technische Rettung alarmiert. Außerdem wurden zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie der Rettungshubschrauber Christoph 4 zur Einsatzstelle entsandt.

Vor Ort stellte sich heraus, dass ein mit Paletten beladener LKW auf einen vorausfahrenden Tanklastzug aufgefahren war und das Fahrerhaus des hinteren LKW so stark deformiert worden war, dass eine umfangreiche technische Rettung zur Befreiung des Fahrers eingeleitet werden musste. Ein Entstehungsbrand am hinteren Fahrzeug konnte durch die Kräfte der Feuerwehr umgehend gelöscht werden, so dass eine weitere Gefährdung des Fahrers verhindert werden konnte. Ein dritter LKW, der sich in unmittelbarer Nähe zur Einsatzstelle befand, war glücklicherweise am Unfall nicht beteiligt.

Zur Rettung des Fahrers, der sich im hinteren LKW befand, setzte die Feuerwehr Hannover die hydraulische Winde des Feuerwehrkrans ein. Die verkeilten Fahrzeuge konnten dadurch voneinander getrennt und ein Zugang zum 52-jährigen LKW-Fahrer ermöglicht werden. Da der Fahrer zusätzlich auch im Bein- und Hüftbereich schwer eingeklemmt war, wurden zu seiner weiteren Befreiung hydraulische Rettungsgeräte und die Winde eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs eingesetzt.

Nach seiner Befreiung wurde der Fahrer mit einem Rettungswagen unter Begleitung eines Notarztes in eine Klinik verbracht. Der Fahrer des vorausfahrenden Tanklastzuges, der mit ungefährlichem Silikonöl beladen war, wurde aufgrund seines Schocks ebenfalls stationär versorgt. Der Fahrer des unbeteiligten dritten LKW konnte seine Fahrt nach kurzer rettungsdienstlicher Untersuchung fortsetzen.

Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren mit 29 Einsatzkräften und 12 Fahrzeugen vor Ort.

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