Linienbus prallt gegen Hauswand


Weinheim (FF) – Gegen 9:50 Uhr ereignete sich am Donnerstagvormitag ein Busunfall in der Weinheimer Innenstadt. Der Bus rammte einen Pkw und prallte aus ungeklärter Ursache gegen eine Hauswand. Sieben Personen wurden verletzt, das in Mitleidenschaft gezogene Haus ist einsturzgefährdet.

Der Linienbus der Weinheimer Busunternehmen fuhr ungebremst vom Dürreplatz über die Bahnhofstraße auf die gegenüberliegende Hauswand und rammte dabei einen fahrenden Pkw. Durch den Aufprall wurden die Busfahrerin und fünf Fahrgäste leicht bis mittelschwer verletzt. Auch der Pkw Fahrer wurde verletzt.

Entgegen erster Meldungen war die Fahrerin des Busses nicht eingeklemmt. Die meisten Menschen wurden durch umherfliegende Glassplitter verletzt und zogen sich durch Stürze Platzwunden an Kopf, Armen und Beinen zu. Einige der Verletzten prallten auch auf die Haltestangen und Sitze, weshalb zunächst weitere innere Verletzungen nicht ausgeschlossen werden konnten.

In der Erstphase sicherte die Feuerwehr Weinheim die Unfallstelle sowie den Bus und den Pkw. Da das Deutsche Rote Kreuz Weinheim mit einem Rettungswagen und dem Notarzt vor Ort war und sich nicht gleich um alle Verletzten kümmern konnte, wurden die medizinisch ausgebildeten Weinheimer Feuerwehrsanitäter eingesetzt.

Während der Notarzt mit der Besatzung des Rettungswagens eine erste Sichtung der Verletzten übernahm, wurden diese innerhalb der ersten 10 Minuten von den Feuerwehrsanitätern bis zum Eintreffen weiterer Rettungswagen und Notärzte erstversorgt. Danach wurden die Patienten nach Schwere der Verletzung an den Rettungsdienst übergeben.

Um die Rettungsmaßnahmen zu koordinieren waren der organisatorische Leiter des Rettungsdiensts, sowie ein leitender Notarzt vor Ort. Damit die Verletzten schnell versorgt werden konnten, wurden durch die Leitstelle neben Rettungsmittel aus dem Rhein Neckar Kreis weitere Rettungswagen und Notärzte aus Mannheim und dem hessischen Landkreis Bergstraße geschickt.

Die Weinheimer Feuerwehr machte den Linienbus sowie den Pkw stromlos um eine Brandgefahr auszuschließen. Trotzdem wurde der Brandschutz während der Rettungs- und Bergungsarbeiten sichergestellt.

Ein Feuerwehr Notfallseelsorger kümmerte sich um die Betroffenen und stand ihnen zur Seite, um das Geschehen zu verarbeiten.

Durch die technische Einsatzleitung der Weinheimer Feuerwehr, die unter Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht mit sechs Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften vor Ort war, wurde die An- und Abfahrt der Rettungswagen organisiert, damit die Verletzten schnell in die umliegenden Krankenhäuser zur weiteren Untersuchung eingeliefert werden konnten.

Haus einsturzgefährdet

Inzwischen wurde durch die Feuerwehr ein Statiker zur Einsatzstelle nachgefordert, um das betroffenen Gebäude zu prüfen. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich eine 20kV Hochspannungs-Trafostation der Stadtwerke Weinheim. Diese wurde durch den Aufprall nicht beschädigt, dafür allerdings die tragende Wand des Gebäudes. Daher wurde entschieden, dass das Gebäude von einer Spezialfirma mit Stütz-Spriessen abgesichert wird.

Nach Abschluss der Unfallaufnahme konnte die Busbergung gegen 12:30 Uhr von einem Mannheimer Abschleppunternehmen gestartet werden. Die Bahnhofstraße konnte gegen 13:30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

(Foto: Feuerwehr Weinheim, Ralf Mittelbach)

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