Leitstellenblackout in Harrislee


Kiel (rd.de) – Um 16.20 Uhr stürzten die Computer der Leitstelle Nord ab, weil die Polizei in Lübeck ein Softwareupdate eingespielt hatte. Es dauerte 40 Minuten, bis alle Rechner wieder liefen.

Die „Pannenleitstelle“ war gestern Thema beim Krisentreffen im schleswig-holsteinischen Innenministerium.

Nach Ihrer stolzen Inbetriebnahme Anfang September 2009 sorgt die neue Großleitstelle für die Kreise Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg in Harrislee immer wieder immer wieder mit Pannenmeldungen für Aufsehen.

Innerhalb der ersten drei Monate haben die Systembetreuer 200 Fehlermeldungen analysiert und viele Probleme behoben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Alarmierung von Einsatzkräften sorgte ein Ausfall der Telefonanlage für erste negative Schlagzeilen: Notrufe konnten nicht angenommen werden.

Am vergangenen Freitag stürzten die Rechner für 40 Minuten ab, nur wenige Stunden nachdem ein schweres Linienbusunglück in Glücksburg zu bewältigen war. Die Ursache liegt offenbar in der Leitstellenvernetzung: Softwareupdates angebundener Leitstellen können sich demnach auf angeschlossene Leitstellen auswirken.

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