Ladebühne als Rettungsplattform genutzt


Hannover (BF) – Nach einem schweren Unfall mit zwei Lkw auf der Autobahn A2 bei Hannover reagierte der Fahrer eines Kleintransporters geistesgegenwärtig und half so entscheidend dem Rettungsdienst.

Um 15:21 Uhr erhielt die Feuerwehr Hannover am Dienstag (26.03.2013) die Meldung, dass es auf der A 2 zwischen Hannover-Herrenhausen und dem Autobahndreieck Hannover-West einen Auffahrunfall zwischen zwei Lkw gegeben hätte. Eine Person sei eingeklemmt.

Die Regionsleitstelle Hannover entsandte daraufhin zunächst die Freiwillige Feuerwehr Garbsen sowie zwei Rettungswagen, ein Notarzt-Einsatzfahrzeug und den Rettungshubschrauber „Christoph 4“. Zudem wurden der zuständige Löschzug der Feuer- und Rettungswache 2, zwei Feuerwehrkräne sowie ein Spezialfahrzeug für die schwere technische Rettung der Feuerwehr Hannover alarmiert.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren beide Sattelzüge stark ineinander verkeilt. Der Fahrer des aufgefahrenen Lkw war in seinem völlig zerquetschten Führerhaus schwer eingeklemmt.

Um den lebensgefährlich verletzten 38-Jährigen Mann zu befreien, musste die Feuerwehr zunächst beide Lkw auseinanderziehen. Hierzu kam die Bergewinde des Kranwagens der Feuerwehr zum Einsatz. Im weiteren Verlauf setzten die Einsatzkräfte mehrere hydraulische Rettungsgeräte ein, mit deren Hilfe die eingeklemmte Person um 16:03 Uhr gerettet werden konnte.

Der Fahrer hatte sich multiple Verletzungen zugezogen, die als lebensgefährlich einzustufen sind (Polytrauma). Der Fahrer eines Kleinlastwagens ermöglichte dem Rettungsdienst einen ersten sicheren Zugang zum Patienten, indem er die Ladebühne seines Fahrzeuges neben dem Führerhaus des aufgefahrenen Lkw abklappte und als Arbeitsplattform bereitstellte. Das Rettungsteam versorgte sodann den Patienten, bevor er zur weiteren Behandlung in eine Klinik transportiert wurde.

Der Fahrer des vorausfahrenden Lkw blieb unverletzt.

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