Kutter brannte 25 Seemeilen vor Sylt


Westerland (DGzRS) – Zirka 25 Seemeilen (46 Kilometer) westlich von Sylt ist am Dienstagmorgen ein Tauchkutter in Brand geraten. Die dreiköpfige Besatzung konnte rechtzeitig in ihr Schlauchboot übersteigen. Sie wurde vom Zollkreuzer „Borkum“ gerettet.

Um 08.11 Uhr ging bei Bremen Rescue Radio, der Küstenfunkstelle der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), ein automatisierter Alarm ein. Das aussendende Fahrzeug konnte zunächst nicht näher identifiziert werden. Es befand sich aber auf der Position 54 Grad 50 Minuten Nord, 7 Grad 33 Minuten Ost. Die DGzRS nahm sofort Kontakt mit der Schifffahrt im umliegenden Seegebiet auf.

Das britisch geflaggte Containerschiff „Analena“ (134 Meter lang) konnte kurz darauf Funkkontakt zu den Schiffbrüchigen herstellen, die mit einem Handfunkgerät ausgestattet waren. Zahlreiche weitere Fahrzeuge, unter anderem die Seenotkreuzer „Minden“ (Station Sylt) und Seenotkreuzer „Vormann Leiss“ (Station Amrum) sowie ein SAR-Hubschrauber wurden durch die DGzRS an den Unfallort geführt.

Gegen 9.30 Uhr traf als erster der Zollkreuzer „Borkum“ am Unfallort ein. Zu diesem Zeitpunkt brannte bereits der gesamte Aufbau des Kutters. Die Schiffbrüchigen wurden an Bord genommen und kurz darauf durch den SAR-Hubschrauber der Marine übernommen. Er flog die drei Männer in ein Krankenhaus.

Die Brandbekämpfung übernahmen Seenotkreuzer „Minden“, Zollkreuzer „Borkum“ und die „Bayreuth“ der Küstenwache.

Bei dem Havaristen handelt es sich um einen sogenannten „KFK-Kutter“, einen von ca. 700 im zweiten Weltkrieg gebauten „Kriegsfischkuttern“. Das Schiff ist nach einer umfangreichen Sanierung seit mehreren Jahren für Tauchexkursionen eingesetzt worden.

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